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Kinofilm des Monats: „Astrid"

Do, 6. Dezember 2018 - diverse - je nach Kino - Details anzeigen

Piratenschiffe, starke Mädchen, Abenteuer – Pippi Langstrumpf ist Balsam für Kinderseelen. Erst jetzt, lange erwachsen, erfahre ich, dass im Leben der großartigen Erfinderin von Pippi, Michel oder Ronja alles anders war als in Bullerbü. „Astrid“ heißt die verfilmte Biografie von Astrid Lindgren. Und die lässt erst einmal schlucken. Als junge Frau verliebt sie sich in ihren verheirateten Chef und wird schwanger. Um einem Skandal zu entgehen, überlässt sie ihr Kind schweren Herzens einer Pflegemutter, bis diese krank wird. Plötzlich muss Lindgren ihren Sohn großziehen, der nie eine Bindung zu ihr aufbauen konnte. Mit der Kraft ihrer Fantasie und ihren Geschichten schafft sie es, sein Herz zu erobern. Bevor am Ende alles gut wird, werden der jungen Frau noch mächtig Steine in den Weg gelegt. Unterstützung erhält sie gerade von den Menschen, von denen sie es am wenigsten erwartet. Bitter und schwermütig, heiter und hoffnungsvoll – bei Astrid liegen diese Emotionen nah beieinander. Und so ist das Biopic nicht nur ein tolles und zu Herzen gehendes Porträt einer großen Künstlerin, sondern auch eines Jahrhunderts, in dem sich die Rolle der Frau maßgeblich verändert hat. Auch das ist starken Frauen wie Astrid Lindgren zu verdanken.

 

Tipp

Ausstellung: Japanese Lesson

Do, 6. Dezember 2018 10:00 Uhr - Museum für Kunst und Gewerbe - 12/8 Euro, bis 17 Jahre frei - www.mkg-hamburg.de - Details anzeigen
Credit: Katja Stuke/Oliver Sieber

Die Reaktorkatastrophe in Fukushima hat Japan verändert und neue Formen von Protest und Subkultur hervorgebracht. Das zeigt sich auch in den Fotografien von Katja Stuke und Oliver Sieber: Seit 2006 porträtieren die beiden junge Menschen in Japan und dokumentieren, wie sich die Jugend des Landes politisiert. In ihren fotografischen Streifzügen zeigen sie, wie sich auch der urbane Raum verändert. Katja Stuke und Oliver Sieber nähern sich der japanischen Gesellschaft systematisch an, ohne dabei verstehen oder darstellen zu wollen, wie Japan tickt. Stattdessen suchen die beiden nach Schnittstellen zu Themen, die ihnen auch im deutschen Alltag begegnen.

Öffnungszeiten und Dauer der Ausstellung siehe Homepage Museum für Kunst und Gewerbe.