Schuften ohne Heuer?
Was tun, wenn die Reederei die Heuer nicht zahlt? Gewerkschafter Ulf Christiansen kämpft seit 25 Jahren im Hamburger Hafen für die Rechte von Seeleuten aus aller Welt – meist mit Erfolg.
Was tun, wenn die Reederei die Heuer nicht zahlt? Gewerkschafter Ulf Christiansen kämpft seit 25 Jahren im Hamburger Hafen für die Rechte von Seeleuten aus aller Welt – meist mit Erfolg.
Kurz bevor der Mietvertrag des Straßenkinderprojekts „Kids“ ausläuft, übergaben 140 Unterstützer am Freitagnachmittag mehr als 6500 Unterschriften an Bürgermeister Olaf Scholz. Denn noch immer hat das „Kids“ keine neue Bleibe gefunden.
Der Bau weiterer sechs Flüchtlingsunterkünfte ist in trockenen Tüchern. Das ist das Ergebnis der interaktiven Bürgerbeteiligung Finding Places. Die notwendigen Flächen haben Hamburger Bürger gefunden.
Horn gilt als hässliches Entlein mit vielen Problemen. Nun wollen einige Theaterleute mit einem Stadtteilspaziergang Vorurteile abbauen – Überraschungen inklusive. Freitag- und Samstagabend sind die nächsten Chancen, den Stadtteil so kennenzulernen.
Aus Hamburg zurück nach Saudi-Arabien: Diesen Schritt geht die Hauptfigur in Rasha Khayats Debütroman „Weil wir längst woanders sind“. Wir haben die deutsch-arabische Schriftstellerin dazu befragt.
Seit 20 Jahren unterstützt das Spendenparlament Arme und Obdachlose in Hamburg. Am Samstag wird Geburtstag gefeiert: Pohlmann, Cäthe & Co kommen in die Fabrik nach Altona.
Der Senat hat mit den Bezirken den „Vertrag für Hamburg – Wohnungsneubau“ geschlossen. Das Ziel: Pro Jahr sollen die Bezirke mindestens 10.000 Baugenehmigungen erteilen. Allerdings wird nicht einmal jede dritte Wohnung eine Sozialwohnung.
Musiker in S-Bahnen polarisieren: Die Bahn unterstellt ihnen sogar „organisierte Bettelei“. Hinz&Künztler Victor hat lange in Zügen musiziert und danach um Geld gebeten. Er spiele Saxofon, um die Familie ernähren – und aus Liebe zur Musik.
Dokumentarfilmer Andrei Schwartz besuchte zusammen mit Mitarbeiter des Vereins Hoffnungsorte und der Sozialbehörde Hamburger Bettler in ihrem rumänischen Dorf.

Die gute Nachricht: „Brot für die Welt“ versorgt afrikanische Kleinbauern mit traditionellem Saatgut und schult sie in Anbau und Lagerung. Hilfe zur Selbsthilfe eben. Nach dem Motto: Satt ist gut, Saatgut ist besser!
Natürlich gibt es auch eine offizielle Politik, den Hunger in der Welt zu beseitigen. Dazu haben die G8-Staaten vor vier Jahren zusammen mit Agrarkonzernen die Neue Allianz für Ernährungssicherung gegründet. Der Haken: Die afrikanischen Bauern werden abhängig vom Saatgut der Konzerne, das sie jedes Jahr neu kaufen müssen. Traditionelles Saatgut wird verdrängt.
Sehr problematisch: Insgesamt wird Monokultur, speziell der Maisanbau, gefördert. „Der ist zwar ertrag- reicher“, so Linda Corleis von Brot für die Welt, „benötigt aber mehr Dünger und Pestizide, dessen Kauf sich die Kleinbauern oft nicht leisten können.“
Mehr zum Thema erfahren Sie in der Nacht der Kirchen. Die Kenianerin Marina Linet berichtet in St. Petri in Altona über alternative Landwirtschaftsprojekte in ihrer Heimat.
Veranstaltung: Sa, 17.9., 19 Uhr, St. Petri Altona, Schillerstr. 24, www.ndkh.de
Text: JOF
Foto: Brot für die Welt