Griechenland

Banken wurden gerettet – und die Menschen?

Zahlen des Monats

(aus Hinz&Kunzt 246/August 2013)

Die sogenannten Rettungspakete für Griechenland haben vor allem Banken und Milliardären geholfen. Das hat die Nichtregierungsorganisation Attac Österreich nachgewiesen.

77 Prozent

der 206,9 Milliarden Euro flossen demnach seit 2010 direkt oder indirekt in den Finanzsektor. Nur 22,5 Prozent (46,6 Milliarden Euro) der Hilfen von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds kamen dem griechischen Staatshaushalt zugute. „Sie haben Hunderte Milliarden an öffentlichen Geldern eingesetzt, um Banken und andere Finanzakteure beziehungsweise vor allem deren Eigentümer vor den Folgen der von ihnen verursachten Finanzkrise zu retten“, kommentiert Attac. So habe beispielsweise ein Hedgefonds mithilfe der Rettungspakete 500 Millionen Euro Gewinn eingestrichen.

Für die Menschen im Lande hat das gravierende Folgen: Von 2010 bis 2012 verloren

542.418 Beschäftigte

ihren Job.

Attac fordert einen grundlegenden Wandel: Zu große Banken müssten zerteilt, Profitlogik durch Gemeinwohlorientierung ersetzt werden. Gläubiger und Vermögende sollten sich angemessen an den Kosten der Krise beteiligen, der Finanzsektor müsse streng reguliert werden.

Text: Ulrich Jonas

Mehr Infos im Internet unter www.huklink.de/attacgriechenland und www.huklink.de/arbeitslosegriechen

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