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„Wir stehen auf euch!“

30. Mai 2013 | Von | Kategorie: 2013: Hinz&Kunzt 239-250, Archiv, Hinz&Kunzt 244/Juni 2013

Wenn in diesem Monat die 15. Altonale läuft, ist Manfred Pakusius wieder auf den Plätzen und Straßen des Stadtteils unterwegs. Wir haben mit dem Altonale-Geschäftsführer über Hamburgs größtes Mitmach-Festival und seine Freundschaft mit Hinz&Kunzt gesprochen.

(aus Hinz&Kunzt 244/Juni 2013)

Altonale-Chef  Manfred Pakusius ist offen für Neues. Jetzt soll es  auf dem Straßenfest sogar eine Butterfahrt geben.

Altonale-Chef Manfred Pakusius ist offen für Neues. Jetzt soll es auf dem Straßenfest sogar eine Butterfahrt geben.

Altona, eine Dachterrasse, von der man direkt auf die Ikea-Großbaustelle gucken kann. Aus dem Büro klingelt unaufhörlich ein Telefon. Hier in der Großen Bergstraße ist die Schaltzentrale von Hamburgs bekanntestem Stadtteilfestival, der Altonale. Bei Manfred Pakusius laufen alle Fäden zusammen. „Manni“, wie ihn hier alle nennen, strahlt kurz vorm Start keinerlei Hektik aus. „Wieso auch? Das ist der schönste Job der Welt. Das ist unsere fünfte Jahres­zeit“, sagt er und lacht.

Der Vergleich ist nicht abwegig: Im Juni ist wieder der ganze Stadtteil auf den Beinen. Es gibt Konzerte, Lesungen, Theater, Kunstperformances, Kinder-Aktionen und das große traditionelle Straßenfest.

Pakusius und seine 75 Mitstreiter haben im 15. Jahr aber auch Neues ausgeheckt: eine Altonaer Butterfahrt oder den zentralen Treffpunkt für Kinder am Kemal-Altun-Platz. Der 49-jährige ­gebürtige Rahlstedter ist selbst Vater, ­beim SC Sternschanze betreut er eine Fußball-Jugendmannschaft.

Seit zwei Jahren leitet der Mann, der am liebsten mit dem Rad zur Arbeit fährt, die Geschicke der Altonale. Zuvor arbeitete er 19 Jahre lang bei einer großen Eventagentur. Seine Kontakte nützen ihm auch heute. Aber über mangelndes Interesse kann er sich eh nicht beklagen. „Regelmäßig schneien hier Künstler rein. Wir sind grundsätzlich erst mal offen für alles, auch für ,bekloppte‘ Ideen“, sagt er – wie zum Beispiel für eine lebende Jukebox, die zum ersten Mal auf der Altonale zu hören sein wird. Gar nicht bekloppt war die Idee, zur Eröffnung kurzerhand das ­Altonaer Rathaus zu okkupieren. Am 31. Mai (ab 20 Uhr) wird aus den Fenstern der altehrwürdigen Amtsstuben zum Beispiel Hamburgs größter Chor die Ode an die Freude schmettern.

Der Eintritt zum Sommerfest ist kostenlos. Wie ein Großteil der Altonale. „Wir wollen ein Mitmach-Festival für alle sein“, so Pakusius. Dabei hilft, dass die Altonale ein großes Netzwerk aus Unterstützern hat. Und einen Freundeskreis, wie Hinz&Kunzt. „Ich habe mich mal umgeschaut. Bei euch hat mich ­beeindruckt, wie gut strukturiert der Freundeskreis ist und welche stattliche Anzahl von Mitgliedern dabei ist.“ Die Konsequenz: Seit März ist die Altonale GmbH auch Mitglied im Hinz&Kunzt-Freundeskreis. Pakusius: „Inhaltlich passen wir gut zusammen. Es geht auch bei uns darum, niemanden auszugrenzen.“ Pakusius, der seine Hinz&Kunzt vor ­Rewe oder dem Abaton kauft, lächelt, als er nachlegt: „Wir stehen auf euch!“

Text: Simone Deckner
Foto: Mauricio Bustamante

Altonale 15, 31.5.–16.6., Straßenfest vom 14.–16.6., mehr Infos unter www.altonale.de

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