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Trotz 57.000 Unterschriften

Winternotprogramm bleibt tagsüber geschlossen

13. Januar 2016 | Von | Kategorie: Das Thema, Nachrichten

57.000 Unterschriften zum Trotz: Das Winternotprogramm für Obdachlose bleibt weiterhin tagsüber geschlossen. Das gab Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) im Gespräch mit Hinz&Kunzt bekannt. Immerhin: Für Kranke soll eine Lösung gefunden werden.

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Hinz&Kunzt-Sozialarbeiter Stephan Karrenbauer (links) und Chefredakteurin Birgit Müller vor dem Treffen mit der Senatorin. In ihren Händen: 1777 Seiten mit Petitionsunterschriften.

Die Sozialbehörde hat heute bekannt gegeben, dass sie der Forderung von Hinz&Kunzt, der Diakonie, dem Sozialverband Deutschland und der Caritas nach einer ganztägigen Öffnung des Winternotprogramms für Obdachlose nicht nachkommen will. „Leider haben auch die mehr als 57.000 Unterschriften unserer Onlinepetition Senatorin Melanie Leonhard nicht umstimmen können“, sagte Hinz&Kunzt-Sozialarbeiter Stephan Karrenbauer nach einem Gespräch in der Sozialbehörde. „Das enttäuscht uns sehr. Darunter leiden müssen die 650 Obdachlosen, die jeden Morgen ihre Unterkünfte verlassen müssen.“

Immerhin: Die Senatorin hat die Eröffnung einer weiteren Tagesaufenthaltsstätte für Obdachlose in Hammerbrook angekündigt. Weiterhin sollen zwei bestehende Einrichtungen im Wechsel stundenweise am Wochenende öffnen. „Die Öffnung einer Tagesaufenthaltsstätte am Wochenende wird die Situation nur für einige entspannen. Denn bereits jetzt werden Obdachlose wegen Überfüllung abgewiesen – sogar wenn alle Tagesaufenthaltsstätten gleichzeitig geöffnet haben“, so Karrenbauer. „Die Neuerung ändert auch nichts daran, dass die meisten Obdachlosen im Winter von Einrichtung zu Einrichtung durch die halbe Stadt gescheucht werden. Sinn unserer Petition war es, diesen unsäglichen Zustand abzuschaffen.“

In einem Punkt ließ sich Leonhard überzeugen: Kranke Obdachlose sollen in Zukunft auch tagsüber in der Notunterkunft bleiben dürfen. Über die konkrete Umsetzung wird es in den kommenden Tagen weitere Gespräche geben. „Das ist zumindest für die kranken Obdachlosen eine gute Nachricht“, sagt Karrenbauer.

„Wir werden uns aber weiter vehement dafür einsetzen, dass das Winternotprogramm die ganze Woche über ganztägig geöffnet wird“, betont Karrenbauer. „Bei den Unterzeichnern der Petition möchte ich mich herzlich dafür bedanken, dass Sie uns und den Obdachlosen den Rücken gestärkt haben.“

 

38 Kommentare
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  1. Das ist einfach eine Riesensauerei und überhaupt nicht einzusehen. Ohne nun die einen gegen die anderen ausspielen zu wollen, frage ich mich: Wie kann das sein, dass für viele tausend Asylbewerber und Flüchtlinge gesorgt wird und für die paar hundert Obdachlose nicht bzw. nur so begrenzt?

    Es wäre ein Gebot der Menschlichkeit und würde wirklich nicht die Welt kosten, das Winternotprogramm auch am Tag offen zu halten. Und wie absurd ist es denn bitte, für Kranke eine Ausnahme zu machen (so gut das einerseits natürlich ist), aber in Kauf zu nehmen, dass Gesunde durch den Aufenthalt im Freien auch krank werden…?!

    Es tut mir wirklich sehr leid für die Betroffenen und nicht zuletzt auch für diejenigen, die sich für sie eingesetzt haben und abgewiesen wurden.

  2. Das Problem ist, dass in unserer Republik für jeden Shit, so auch eine Obdachlosenunterkunft, ein Studierter (sprich: Sozialarbeitter ) zur „Betreuung“ gebraucht wird, wie wenn es nicht auch einer mit durchschnittlicher Ausbildung täte, z. B. ein Handwerker mit gutem Ruf, der von mir aus vorab auf seine sozialen Kompetenzen getestet wird und eine entsprechende dreimonatige Schulung erhält, um die Fragen und Belastungen, die anfallen, auszuhalten. Das wäre mit viel geringeren Kosten verbunden und so jemand wäre auch zu finden…..

  3. es ist traurig da die armen die sowieso nichts haben in der kaelte nun draussen rumlungern muessen.

    einfach herzlos ist das….

    ohne herz diese ansage– saubermachen ??? das kann man auch anders organiisieren.

    reihenweise z.b. zimmer fuer zimmer im stundentakt… man muss nicht alles raeumen. das ist totaler
    quatsch. ich glaube das die heimleitung ueberfordert ist……

    soll ich das mal in die hand nehmen ???? lg mm

  4. ich verstehe nicht, warum immer und überall ausgerechnet die hartleibigsten und empathielosesten menschen in die politik gehen müssen – und dann auch noch „sozialsenator“ werden, wenn sie sich doch offenbar gar nicht sozial verhalten wollen (und können ?).. kopfschüttel..

  5. Soviel Empathie und Fürsorge, ich bin den Tränen nahe. Vielen, vielen Dank Frau Dr. Senatorin. Nur zu meinem Verständnis, wie wird dass denn gehändelt mit dem Bleiberecht, Krankschreibung vom Hausarzt reicht oder erst Mal morgens zum Amtsarzt ins Gesundheitsamt oder unbürokratisch durch den Hausmeister. Ganz ehrlich, als Kunde aka Bürger HH schäme ich mich. Gut, dass keine Olympischen Spiele hier stattfinden werden.

  6. Schade, dass nicht mehr drin war! Nun hoffe ich nur, dass nicht zeitaufwändige Debatten darüber entstehen, was und wer denn im Sinne der Sozialsenatorin als krank gelten darf …

  7. wie „gnädig“ von der dame, daß sie kranke nicht auch noch rausjagt! ich könnte echt explodieren darüber, wie in diesem reichen deutschland mit menschen umgesprungen wird! aber da es unsere „volksvertreter“ mitnichten interessiert, daß die schere hierzulande immer weiter auseinander driftet (obwohl diese entwicklung – wie auch die immer mehr zunehmende (derzeit jedoch erst am anfang stehende) altersarmut – seit jahren von der oecd angemahnt wird!!!), braucht man sich kaum zu wundern. hoffnung macht mir allerdings, daß es offensichtlich immer mehr menschen hier und in der ganzen welt gibt, die sich für soziale u. a. themen interessieren und auch tätig werden (petitionen, demos usw. usf.). je mehr es werden, umso mehr kann erreicht werden in bezug auf all die m. e. oftmals nur noch „pervers“ zu nennenden mißstände.

  8. Wenn man schon mit schon mit fast 56.000 Unterzeichner-innen einer Pedition los geht, dann muß mehr erreicht werden.
    Ich habe es vorraus gesehen, das dies so kommt, denn wenn nur zwei los gehen, mit fast 56.000 Unterschrifen, dann darf man eben nicht viel erwarten von der Politik !! Das diese 56.000 Unterstützere-innen so abblitzen, ist für mich ein politisches Rätsel. Wie soll es in diesem Jahr weiter gehen, geht nun HINZ&KUNZT mit diesen Unterschriften vor ein Sozialgericht ?? Dies währe für diese Menschen wünschens wert, das endlich diese Menschen das bekommen, was ihnen zu steht. Sie müssen ein menschliches Dasein bekommen, wie all die anderen Bürger-innen auch. Denn man sollte keine Unterschiede machen, von Bewohner-innen und nicht Bewohner-innen. Das heißt, das hier mal Recht gesprochen werden muß, wie es mit ihnen weiter gehen soll !!
    In diesem tiefen Sinn, E. Heeder HINZ&KUNZT VERKÄUFER

  9. Erbärmliche Bundesrepublik!!

  10. Es ist einfach unverständlich!!! 60.000 Unterschriften, aber sie nützen nichts. Die nächste Kälteperiode steht vor der Tür. Beim ersten Kältetoten wird die Presse aufschreien – auch das wird nicht nützen. Das ist Demokratie, man kann machen was man will, nützt eh nix??????

  11. Es sollten sich alle krank schreiben lassen !!
    Währe eine Maßname !

  12. Wie kann es sein, dass eine Staat und seine Bediensteten alles für Menschen aus anderen Ländern auf die Beine stellt, sich und das eigene Volk auf Jahrzehnte verschuldet, aber für die eigene Bevölkerung nichts übrig hat?
    Jeder Flüchtling/Asylsuchende bekommt eine Unterunterkunft in der er rund um die Uhr Schutz finden kann. Obdachlose, viele von ihnen haben sicherlich auch einmal Steuern bezahlt, müssen aber ohne humanitäre Zuwendung menschenverachtend und ungeschützt auf der Straße verbringen. Wie können die (Un)verantwortichen mit ihrem Gewissen und ihren Entscheidungen im warmen Büro und in ihrer warmen Wohnung sitzen und Hilfe ablehnen?

  13. Ganz besonders herzlichen Dank Herrn Karrenbauer, allen seinen Mitarbeitern und auch allen Unterstützern! Wie schön, dass jetzt zumindest die Kranken tagsüber nicht in die Kälte müssen – aber vielleicht lässt sich Frau Sozialsenatorin Leonhard doch noch erweichen, dies auch den übrigen Obdachlosen zu gönnen, damit diese nicht ihren Tag auf der Straße verbringen müssen und krank WERDEN. Ich wohne zwar im Süden Deutschlands, aber auch dort gibt es viele Obdachlose…jedes Jahr erfrieren immer noch Menschen, die auf der Straße leben müssen, weil sie in Not geraten sind. Wem wurde das an der Wiege gesungen – da sah die Zukunft doch meist noch hoffnungsvoll aus!
    Doch es gibt noch Hoffnung, solange so viele Mitmenschen solche Zustände eben NICHT normal finden, was tun und sie nicht ignoreren – es lebe die Nächstenliebe!

  14. Leider finde ich in Ihrem Bericht keine plausible Begründung dafür, dass Senatorin Leonhard die Obdachlosen tagsüber in die Nässe und Kälte schicken muss. Mich wundert, dass eine Frau so gefühllos entscheiden kann. Nun wird also künftig ein Arzt morgens entscheiden, wer gesund genug für den „Freigang“ ist und wer krank ist. Das wird noch spannend – leider auf Kosten der Obdachlosen. Flüchtlinge und Asylanten haben es da besser – hat Frau Leonhard das berücksichtigt?

  15. …dann werden die anderen in kürze eben auch krank.

    trotzdem: bitte nicht aufgeben; gibt es keinen anderen träger, der die leute aufnehmen würde?

    herzliche grüße,
    ulrike nefferdorf

  16. Gar nicht so selten hält der Helfende das, was er an Hilfe anzubieten in der Lage und bereit ist, im Grunde genommen für so wenig würdig, dass er in Rechtfertigung geht für das zuwenige, sodass weniger bis nichts zustande kommt, obwohl dem Zuhelfenden schon ein klein wenig mehr sehr helfen würde!

    Vielleicht ist es auch hier so, dass die gesetzlich genormten Mindestanforderungen nicht zu schaffen sind, aber unterhalb des gesetzlichen noch viel Verbesserung möglich wäre, gegenüber dem heutigen Ist-Zustand.

    Da ist eine staatliche Sozialstelle nicht in der Lage, was auch mehrere bundesweite, große Hilfsorganistionen für nötig halten ?
    Und eine beheizte Turnhalle mit Klappbetten heißt nach Bauordnung eben nicht mehr „Turnhalle“.

    Aber keine Frage: Zuerst muss der Zuhelfende gefragt werden, was er am dringensten nötig hat; auch in diesem Fall.

  17. Wer weiss besser, daß Obdachlosigkeit krank macht, als der Obdachlose? Will man unsere Menschen weiter soweit ausgenzen, das jeglicher Gefängnisaufenthalt erstrebenswerter ist, als sich jeden Tag irgendwo, irgendwie rumzudrücken. Im Knast hat man sein Bett, sein Klo, seinen Tisch und Stuhl, und was am Wichtigsten ist, seinen Job. Also seinen Verantwortungsbereich, in dem man seelisch und körperlich erstarken kann. So aber ist der tägliche Rythmus davon bestimmt, sich in irgendeiner Ecke zu versammeln in der es weniger kalt ist, und in der man sich der Illusion hingeben kann, das Saufen den Körper erwärmt. Dieser Teufelskreis aus angenommer Nutzlosigkeit, wird noch dadurch bestätigt, das man fremdbestimmt in größter Kälte, von den Plätzen verjagt wird, an denen man vielleicht noch das Gefühl haben könnte, ein Mensch zu sein. Wer kennt nicht den Spruch:“ …bei diesem Wetter schickt man keinen Hund vor die Tür“.

  18. Hallo,
    Euren Kampf für die Obdachlosen begrüße und unterstütze ich.
    Das äußerst herzlose Verhalten der zuständigen Senatorin kann ich nicht nachvollziehen. Wie vereinbart sich denn deren Haltung mit dem Pragraph 1 GG? Haben nicht auch und gerade die Obdachlosen eine Würde, die es zu schützen gilt?
    Meiner Meinung nach sollte diese Frau selbst mal bei winterlichen Witterungsbedingungen mindestens 4 Wochen lang obdachlos gestellt sein, damit sie überhaupt ein Gefühl für so eine ohnmächtige Situation der Betroffenen bekommt.
    Vielleicht würde sie danach umdenken. Zur Zeit geht es den Asylsuchenden in diesem Land offensichtlich besser, als den Obdachlosen, denn diese Leute haben wenigstens beheizbare Zelte.
    Ließen sich denn solche Notbehelfe in Hamburg und bundesweit nicht auch für die einheimischen Betroffenen organisieren?
    Ein Herz für die Kranken zu zeigen ist gut, ein Herz für alle Obdachlosen wäre besser! Und am besten wäre: Geben Sie diesen Leuten eine reelle Chance, aus ihrem Elend herauszukommen. Hier stellt sich das reiche Deutschland ein echtes Armutszeugnis aus, vertreten durch diese Senatorin!

  19. Womit begründet die Senatorin ihre Haltung?

  20. mich interessiert in erster Linie die Begründung der „Sozial“senatorin, an ihrem Beschluss grundsätzlich festzuhalten.
    Ein „Nein“ ist immer erst der Anfang eines Deals … nicht das Ende.

  21. […] Mehr dazu auf hier auf Hinz&Kunzt […]

  22. Ich finde die Regelung ,das die „Gesunden“ auf die Strasse müssen nach wie vor zynisch. Die gelieferten Begründungen der Stadt oberzynisch. Mich regt es einfach auf ,wie mit Menschen umgegangen wird.

  23. man sollte die Senatorin Leonhard nur mal so für 3-4 tage auf die straße setzen auserdem möchte sie doch bestimmt wieder gewählt werden

  24. @„Das ist zumindest für die kranken Obdachlosen eine gute Nachricht“

    Wenn ich auf einen Bericht „Visite auf der Platte“ von Hinz und Kunz zum Thema psychiatrische Betreuung von Obdachlosen durch Frau Freudenberg (Psychiaterin) verweisen darf, leiden nach Schätzungen „bis zu 80 Prozent der Obdachlosen an psychischen Erkrankungen; verlässliche Zahlen gibt es nicht.“ (http://www.hinzundkunzt.de/visite-auf-der-platte/).
    Demzufolge müssten eigentlich ca. 80% aller Obdachlosen auch tagsüber in das Winternotprogramm aufgenommen werden, da sie ja krank sind. Denn psychische Erkrankungen sind mind. genauso morbid und sogar letaler wie somatische Erkrankungen selbst. Gerade bei Obdachlosigkeit gibt es eine Bedingtheit zwischen psychischen und somatischen Erkrankungen, die sich somit gegenseitig verstärken.
    „Obdachlosigkeit“ ist für mich Ausdruck einer „Erlernten Hilflosigkeit“ bedingt durch mind. ein Lebensereignis, das nicht bewältigt werden konnte und Ausgangslage für zunehmende Ermangelung eines Selbstwirksamkeitsempfindens ist. Diese psychische „Erkrankung“ kann somit zu ernsthaften suizidalen Handlungstendenzen führen, an denen jeder Mensch nicht nur erkranken sondern auch sterben kann.
    Da diesen durch Erkrankung hilflos gewordenen Menschen nicht wirklich geholfen wird von unserer Gesellschaft (mit der 8 stündigen Selbstüberlassung des hilflos gewordenen Betroffenen in der Kälte wird von diesem ja eigentlich gefordert, dass er sich selbst helfen soll), sind beim Winternotprogramm eigentlich nur zwei gesellschaftliche Kernfunktionen zu vermuten: Eine Ethisch-Moralische: – diese Gesellschaft als „Humanistische“ will sich ja nicht nachsagen lassen, dass Menschen im Winter erfrieren. Und eine Erzieherische Funktion: durch Entzug des vor Kälte schützenden Umgebungsraumes soll der hilflose und handlungsunfähig gewordene Mensch implizit gezwungen werden, sich selbst zu helfen, in dem er seinen Alltag am Tag selbst gestalten soll. (absolut lebensfremd und menschenfern diese SPD)
    Gerade die letzte erzieherische Komponente, die mir sogar als Nicht-Wohnungsloser selbst Angst macht und mich lähmt, halte ich für eine äußerst zynische und unmenschliche Komponente, da der Schlafplatzentzug im Winter für den Betroffenen immer – psychisch gesehen- eine potentielle Bedrohung für sein Sein darstellt, die ihn somit ständig selbstfragend nach einem Schlafplatz für die nächste Nacht hoffen lässt. Dass diese angstbesetzte Gedankenkreisung die Hilflosigkeit (dieser Mensch ist ja im achtstündigen Zwangsaufenthalt dadurch nicht produktiv für sich selbst) und das bei Obdachlosigkeit vorhandene Misstrauen gegenüber Menschen (auch den ernsthaft wohlwollenden) verstärkt, sind somit logische Konsequenzen und führen Mitnichten zu einer Wiedereingliederung in ein geregeltes Leben. Die auf Operante Konditionierung basierenden Erziehungsmethoden „Fördern und Fordern“ verstärken aber somit die Hilflosigkeit psychisch Erkrankter Menschen und helfen diesen nicht,.
    Was soll ich den obdachlosen Menschen im Winter raten? Geht in irgendeine Notaufnahme eines Krankenhauses und redet irgendetwas von suizidalen Gedanken, von Vernichtungsgedanken, von denen ihr befreit werden wollt. Leitet dort durch Eure physische und psychische Verwahrlosung eine psychiatrische Notfallsituation ein, die Euch mit Sicherheit einen längeren Zwangsaufenthalt ermöglicht – aber immerhin auch eine Unterkunft ermöglicht, die Notwendigkeit und somit Ausgangslage ist, die eigentlichen Kernprobleme im Leben über Hilfsangebote professionell anzugehen. Alleine dieser Gang in diese Notaufnahme, die Selbsteinweisung wäre für einen hilflosen Menschen eine so enorme Leistung, die ich als übermenschlich bezeichnen würde.

  25. Vielleicht sollte man herausfinden, wie man diese Sozialsenatorin ihres Postens entheben kann. Scließlich verdankt sie es dem Steuerzahler, dass sie versorgt ist. und wenn sie ihren Job nicht gut macht… Tschüss… meine Stimme dafür ist sicher

  26. Kann es sein, dass durch die Schließung des Winternotprogramm tagsüber, die hier Lebenden schlechter gestellt sind, als die Asylsuchenden? ? ?

  27. Tja, wir können nun alle enttäuscht sein oder aber auch die Frau Senatorin persönlich anschreiben. Wo ist die stichhaltige Begründung für eine Ablehnung. Müssen noch Teile der Elbphilharmonie finanziert werden und wird das Geld dafür nun aus dem Sozialetat abgezweigt? Im Ernst – ich kann als Bürger dieser Stadt eine Stellungnahme erwarten und werde diese auch einfordern. Ja – und ich bin wütend und enttäuscht über die Handlungsweise dieser „Sozial“-Senatorin….

  28. wie kann man nur so unbeweglich sein?man sieht mal wieder wie peinlich genau menschen sich an vorschriften klammern,
    egal,welche folgen ein solches verhalten haben kann.solche einrichtungen müßten völlig anders aufgezogen werden.
    durch mitarbeit der obdachlosen in der unterkunft ginge die reinigung schneller und anschließend wäre es möglich sich entweder im haus zu beschäftigen oder einfach nur auszuruhen,zu lesen,spielen usw. so jedenfalls wäre vieles leichter für obdachlose wieder gemeinschaft zu spühren ,die ihnen ja häufig unverschuldet abhanden gekommen ist.
    vielleicht hätte sich die frau sozialministerin vor amtsantritt ernsthaft mit sozialen fragen beschäftigen sollen.veränerungen
    zu schaffen sind oft leichter,als sich an starre betimmungen klammern,die völlig überflüssig sind

  29. Anscheinend glaubt Frau Leonhard, sich als Politikerin profilieren zu können, indem sie die „harte Kante“ fährt, Entschlossenheit und Unnachgiebigkeit zeigt. Das Gegenteil ist aber der Fall. Wem es an Güte, Einfühlungsvermögen und Verständnis fehlt outet sich als nicht geeignet für dieses Amt.

  30. „Ein geschmückter Baum leitet das Weihnachtsfest ein. Er bringt eine ganz eigene Wärme ins Fest. Ich hoffe, Sie und Ihr habt viel Freude beim Schmücken – und anschließend beim Bestaunen und genießen, wenn das Abendessen aufgetischt ist.“
    Das ist die pseudpoetische „Weihnachtsbotschaft“ der Senatorin Leonhard auf Facebook, nachzulesen auf ihrer SPD-Homepage: http://melanie-leonhard.de/

  31. Widerlich!

  32. spezialdemokraten.

  33. Besonders spannend erscheint mir die „Qualitätsoffensive“ zur Investion der Mittel.
    Wer spricht denn hier parteispendenfinanziert ? Kita – pro domo?
    Und wo bleibt das Compliance -Management?

  34. Es ist interessant wofür wir als Gemeinschaft Geld ausgeben und wofür nicht. Das macht mich nur noch krank.

  35. Ich bin schon seit etlichen Jahren in Deutschland und wohne in einer Wohnunterkunft. Man muß sich nur beim Fachamt für Wohnungsnotfälle anmelden und schon bekommt man einen Platz in einer der Wohnunterkünfte. Da muß ich auch nicht tagsüber raus.

  36. Hallo Freunde von Hinz & Kunz,
    ich komme nicht daran vorbei hier ein paar Worte zu verlieren.
    Durch Zufall bin ich hier gelandet und mit viel Anteilnahme die Situationen und Meinungen gelesen.
    An die vorangegangene Kommentatoren gerichtet: Gebt auch den echten Kriegsflüchtigen die Chance sich hier über eine gewisse sichere Zeit aufzuhalten. Es gibt schwarze Schafe in allen Ländern und wir haben selber genug davon. Nicht jeder Flüchtling und nicht jeder Deutsche ist ein Straftäter.
    Wieder einmal hat unser Staat versagt wie zuvor in den Jahren und dafür bedarf es keine Worte mehr. Jetzt Aufeinmahl machen sich die Herren Wichtigtuer der Politik für einen sozialen Wohnungsbau stark. Egal wer, mithin auch der DGB die ja soziale Wohnungen verkauft haben die mit Zuschüsse der Steuerzahler gebaut wurden. Ich sag nur “Neue Heimat”.
    Wir Rentner/in wissen nicht wie wir die Miete zahlen sollen ohne sich Nagkick vor dem Amt zu machen. Da hat keiner dieser Sesselpupser von Politiker seinen Mund aufgemacht.
    Die Polizisten tun mir leid, jahrelanger Stellenabbau, Überstunden ohne Ende, Respektlosigkeit gegenüber den Polizisten, Maulkorb verpasst zu bekommen, den Polizisten muss wieder richtiges Werkzeug in die Hand gegeben werden damit diese wieder zu ihren verdienten Respekt kommen. Damit unsere Straßen und Menschen sich wieder einigermaßen sicher anfühlen. Auch die Sicherheit der Menschen von der Straße, Wohnsitzlose sollte gesichert sein.
    Wenn man/n oder Frau liest, es werden 5 hundert neue Polizisten eingestellt kann nur ein Lächeln kommen. Es fehlen ca. 12-14 tausend Polizisten in ganz Deutschland. Sparen Sparen Sparen.
    Noch größer ist ja die Frechheit von Bremen und NRW die Verwaltungsmitarbeiter als Polizisten ausgeben um schöne Zahlen vorzutäuschen. NRW bildet keine Kriminalpolizei mehr aus und wir wundern uns über die geringe Aufklärungsrate.

    Winterunterkünfte müssen dringend auch am Tag für Wohnsitzlose begebar sein, aussperren am Tag ist eine beabsichtigte Vergraulungstechnik. Auf dieser art wird die Stadt Sauber und man hat weniger Ausgaben für die Wohnsitzlose.
    Sozial sieht anders aus und dazu gehört auch die Menschlichkeit!

    Durch Scheidung bin ich aus der Bahn geworfen worden und habe selber zwei Jahre Platte gemacht und kenne das Risiko sehr gut was die Straße in sich hat. Dann Mühsam selber wieder hochgeklettert, es war nicht leicht aber ich habe es geschafft.
    Nachdem es sich anbietet für 5-9,00 € (Fernbusse) durch Deutschland zu fahren und was ich auch Zahlen könnte, plante ich ein Trip nach Hbg.
    Hier meine Anfrage an die Stadt Hbg. Ob mein Sozialpass meiner Stadt auch in Hbg. Anerkannt wird um evtl. Musen, Schwimmbad oder andere Kultureinrichtungen und dergleichen kostengünstig zu nutzen.
    Antwort einer Frau Sabine Schexxxx auf meiner mail.
    Das nur die Sozialkarte von Hbg Bürger Gültig ist, ich könnte ja mit meinem Nachweis meiner Bedürftigkeit an den Kassen vorlegen da gibt es auch gesonderte Preise. Auch über Ticketline im Netz wird einiges angeboten.
    In meinen Augen ist es doch angenehmer die Sozialkarte vorzuweisen als irgendwelche Dina 4 große Schreiben an den Kassen rumzuwedeln. Das ist doch beschämend vor aller Augen.

    Anfrage beim Miniatur Wunderland war sehr positiv die mir zusagten das es bei Vorlage von meiner Sozialkarte keine Probleme gibt, auch wenn diese von einer anderen Stadt Ausgestellt ist. Da kann man nur Danke sagen.

    Hier noch Information:
    Miniatur Wunderland stellt 2 oder drei Tage freien Eintritt zur Verfügung. Es soll im Januar sein und im Februar noch einmal.
    Ohne Nachweis der Bedürftigkeit.
    Solche Aktionen lobe ich mir.

    Ich Schäme mich für Herrn Kaarenbauer, trotz 57.000 Unterschriften die für sich Sprechen nicht zum Erfolg führten. Menschlichkeit ist bei dem Herrn wohl nicht angesagt, da kann man nur wünschen das er nicht einmal in diese Situation der Wohnungslosigkeit fällt.
    Oder sollte man ihn das doch wünschen?

    Hier noch ein Dank an Dirk Kästel und Richard Brox
    Für die Informative Internetseiten die sie auf den Beinen gestellt haben.
    Weit über 2000 Adressen von ganz Deutschland für Problemfälle des täglichen Lebens. Vom Frauenhaus, Übernachtung bis zur Suppenküche alles dabei.

    Suchthilfe-deutschland.de
    Und
    Ohnewohnung-wasnun.de

    Ich wünsche euch etwas warmes und die Ganztags Öffnung in der Winterzeit.

    Lg Gerd

  37. Meine allgemeine Meinung dazu: Einfach unglaublich!!!
    Und eine Tatsache stört mich dabei ganz gewaltig!
    Bei Flüchtlingen wird nicht lang gefragt oder diskutiert – da wird geholfen – die müssen tagsüber ja auch nicht aus ihren Unterkünften! Ab bei unseren eigenen Obdachlosen wird dieses Grundbedürfnis untersagt, bzw. abgesprochen!!!
    Versteht mich nicht falsch – ich bin nicht gegen verantwortungsvolle, vernünftige Hilfe für Flüchtlinge – es kann jedoch nicht sein, dass es einem Teil unserer eigenen Gesellschaft dabei schlechter geht, als den „Neuankömmlingen“!

    Anmerkung zu Gourdi: Kenne mich im Bereich Wohnungsnotfälle nicht wirklich aus – aber wenn es „so einfach“ wäre, wie Du es beschreibst, dürften wir in Deutschland eigentlich doch gar keine Obdachlosen haben – oder?!

  38. Peinlich und beschämend für diese reiche Stadt… Es sollte die vornehmliche Aufgabe eines Menschen sein, den Schwächeren zu helfen. Warum sind wir sonst hier?

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