Wie alles begann…

In ein paar Tagen erscheint die 200. Hinz&Kunzt! Wir zeigen die erste Ausgabe und erzählen, wie vor 16 Jahren alles anfing

H&K1Als „Neue Zeitung für die Stadt!“ kam im November 1993 die allererste Hinz&Kunzt raus. Die Idee war nicht neu, aber in Deutschland noch nicht weit verbreitet.

Stephan Reimers, damals Hamburger Diakoniechef und Gründer der Zeitung und des Projekts „Hinz&Kunzt“ schrieb damals:

„Dem Betteln Konkurrenz machen – in London ist es gelungen. Mehr als vierhundert Obdachlose verkaufen dort das Straßenmagazin „The Big Issue“…. Zwei Gründe dürften für den Erfolg des Blattes entscheidend sein. Die Zeitung ist ein flott geschriebenes Stadtmagazin. Rührselige Appelle an das Mitleid sind tabu. Die andere Quelle des Erfolges liegt auf der Käuferseite: britischer Sportsgeist, ein Gefühl dafür, dass es fair ist, Menschen eine Chance zu geben, wieder auf die Beine zu kommen. Hamburg läßt sich gern das Attribut gefallen, die ,englischste Stadt des Kontinents‘ zu sein. ,Hinz&Kunzt‘ setzt darauf, daß Hamburgerinnen und Hamburger in diesem Sinn sportliche Menschen sind.“

Die Hoffnungen der Hand voll obdachloser und Nicht-Obdachloser Menschen, die sich voller Eifer in das Projekt stürzen, erfüllten sich:

Die erste Ausgabe kam noch mit einer Auflage von 30.000 Stück, wurden im Mai 1994 150.000 gedruckt! Rekord! Die Hamburger bewiesen ihren Sportsgeist. 16 Jahre später gibt es Hinz&Kunzt immernoch, im dritten Quartal 2009 mit einer durchschnittlichen Auflage von 66.700 Zeitungen.

Das Straßenmagazin sieht Oktober 2009 natürlich ganz anders aus als im November 1993: Das Layout hat sich mehrmals verändert, wir drucken mehr Seiten und vollfarbig. Packende Geschichten, spannende Menschen und ganz viel Hamburg sind aber nach wie vor drin. Freuen Sie sich auf die 200. Ausgabe ab 30. September bei Ihrem Hinz&Kunzt-Verkäufer – denn zum Jubiläum zeigen wir, was alles in uns steckt und wer wir sind.

Bis dahin könnten wir noch gemeinsam in der allerersten Hinz&Kunzt blättern. Schreiben Sie uns, welche Geschichte der ersten Ausgabe Sie gerne in voller Länge hier im Blog lesen würden:

„Wie alles begann“ – die Geschichte der Entstehung von Hinz&Kunz

Leben „auf Platte“ – die 30-jährige Lisa führt ein Tagebuch über ihr Leben als Obdachlose in Hamburg

„Wo der Wind malt“ – Wie Lebenskünstler in einem umgebauten alten Straßenbahndepot ihre Ideen von Leben und Kunst verwirklichen

„In 280 Tagen um die Welt“ – Rund um die Welt segeln in einer „Nußschale“

1 Kommentar zu “Wie alles begann…

  1. Hallo! Ich bin für den Bericht „Leben “auf Platte” – die 30-jährige Lisa führt ein Tagebuch über ihr Leben als Obdachlose in Hamburg“
    Ich finde es immer spannend Erfahrungsberichte zu hören/lesen, das baut Vorurteile ab und lässt uns alle näher zusammen rücken.

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