Vertriebsmitarbeiter Jan Köster, Gesa Claussen, Sigi Pachan, Frank Belchhaus (Leitung), Mike Schwalbe, Frank Nawatzki, Jürgen Jobsen; Foto: Martin Kath
Als Kooperationsprojekt von Obdachlosen und Journalisten sind im Vertrieb fast ausschließlich ehemalige Verkäufer angestellt.
Vorraussetzung, um Verkäufer zu werden, ist Obdach- bzw. Wohnungslosigkeit. Dann wird ein Verkaufsausweis ausgestellt und die Verkaufsregeln werden erklärt. Einmalig erhält der neue Verkäufer zehn Zeitungen als Starthilfe gratis. Dann kauft er die Zeitung für 80 Cent und verkauft sie weiter für 1,70 Euro. Damit verbleiben ihm 90 Cent pro Heft plus Trinkgeld. Wöchentlich werden die Verkaufsplätze vergeben, an denen verkauft werden darf.
Etabliert sich jemand auf einem Platz, wird er ihm als Stammplatz fest zugeschrieben. Die Verkäufer werden an diesen Plätzen regelmäßig durch die Vertriebsmitarbeiter besucht und betreut. Wie viele Zeitungen im Monat sie kaufen und verkaufen, hängt von der jeweiligen körperlichen und psychischen Verfassung ab und wird von ihnen selbst bestimmt. Der Vertrieb organisiert neben dem Kaffeetresen auch diverse Freizeitaktivitäten: zum Beispiel monatliche Filmabende, regelmäßige Skatrunden, Weihnachtsfeiern oder eine Fußballmannschaft.