Wohnungssuche

Was darf der Vermieter fragen?

Saga GWG haben in der Einladung zu einer Informationsveranstaltung für ein Neubauprojekt am Suttnerpark unzulässige Angaben der Mietinteressenten verlangt. Das berichtet das Hamburger Abendblatt. Über das „Fragerecht des Vermieters“ klärt ein neues Infoheft des Datenschutzbeauftragten auf.

Wohnungssuche
Viele Hamburger machen sich per Zettelaushang auf die Suche nach einer geeigneten Wohnung.

Wer jemals in Hamburg auf Wohnungssuche war, kennt das: Vermieter verlangen Bürgschaften, Gehaltsnachweise und Schufa-Auskünfte. Viele Wohnungsuchende begeben sich deswegen gleich mit fertigen Bewerbungsmappen zum Besichtigungstermin. Doch was dürfen Vermieter tatsächlich von den Interessenten verlangen? Das Hamburger Abendblatt berichtet, dass das städtische Wohnungsunternehmen Saga GWG zu Unrecht ausführliche Angaben der Mietinteressenten bei einer Informationsveranstaltung zum Neubau-Projekt „Wohnen am Suttnerpark“ verlangt.

Nach Ansicht des Datenschutzbeauftragten Prof. Johannes Caspar aus Hamburg verstößt dies gegen das Datenschutzrecht. Gegenüber dem Abendblatt stellt Caspar klar: Vermieter und Makler ‚verhalten sich rechtswidrig’, wenn sie bereits vor einem Besichtigungstermin konkrete Nachweise zu den Einkommensverhältnissen und Schufa-Auskünfte verlangen. Er kündigt an, dem Sachverhalt nachzugehen.

Um künftig Klarheit für Mietinteressenten und Wohnungswirtschaft darüber zu schaffen, welche Daten erhoben werden dürfen, hat der Hamburgische Datenschutzbeauftragte das Informationsblatt „Fragerecht des Vermieters“ verfasst. Die Schrift klärt darüber auf, ob Angaben im berechtigten Interesse des Vermieters liegen oder der Vermieter unzulässig in das Datenschutzrecht eingreift. Die Broschüre steht unter www.datenschutz-hamburg.de zum kostenlosen Download bereit.

Text: JOF
Foto: Action Press / Frank Peters

4 Kommentare zu “Was darf der Vermieter fragen?

  1. Das ist mal eine gute Frage, was darf ein Vermieter, und was darf er nicht ??“
    Ich kann mich noch gut erinnern:“Haben sie Arbeit, und als was arbeiten sie, wo mit verdienen sie ihr Geld,
    hat sie das Sozialamt geschickt ??“ Ich habe da nur gedacht, gehts noch ?? Ich frage den Vermieter doch auch nicht, weshalb er solche Mieten nimmt, die unser einer sich nicht leisten kann !! Haben sie ein §5 Schein, können sie sich
    die Wohnung denn überhaupt leisten ?? Ist das nicht alles zu direckt, oder sind diese Fragen alle normalität ?? Vielleicht melden sich mal Leser-Innen, die ihre Erfahrungen mit Fragen hier mal da legen !!

    Mit freundlichem Gruß, Erich Heeder – HINZ&KUNZT – Verkäufer

  2. Leider spielen das Spiel ja wie so oft alle mit. Solange die potentiellen Mieter weiter so bereitwillig alle Karten auf den Tisch legen wird sich der Anspuch des Vermieters – rechtswierig oder nicht – wohl kaum ändern.

  3. Sehr geehrte Damen und Herren,

    es gi bt im Raum Reutlingen einen Makler, der, wenn man ins Internet geht, nicht Angebote an Mietobjekten angibt, sondern als erstes einen Fragebogen, der u.a. beinhaltet, Abgaben über Bankverbindung, Einkommen etc. und zum Schluss als Sicherheit noch eine Rechenaufgabe, also ganz suspekt. Ist diese Vorgehensweise korrekt ?

  4. Sehr geehrte Frau Michel,
    zur Beantwortung Ihrer Frage empfehlen wir Ihnen, eine Mieterberatung bzw. einen Mieterverein in Ihrer Nähe aufzusuchen.

    Freundliche Grüße aus der Onlineredaktion,
    Benjamin Laufer

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