Jahresbericht 2011

Viele gute Nachrichten

Unsere Bilanz: Mehr Spenden als im Vorjahr, weniger verkaufte Straßenmagazine. Im letzten Quartal haben wir aber wieder deutlich zugelegt. Eine verlässliche Größe bleiben Hamburger Firmen und Privatleute, die sich für Hinz&Kunzt engagieren. 

Tagesschau-Sprecherin Judith Rakers hat nicht nur 21.250 Euro Quiz-Gewinn gespendet, sie ist seit AUgust 2011 auch unsere Botschafterin.

Eine der schönsten Neuigkeiten des vergangenen Jahres: Wir haben Verstärkung bekommen. Tagesschau-Sprecherin Judith Rakers ist seit vergangenem Jahr unsere Botschafterin. Darüber freuen wir uns besonders, weil die Journalistin sich bisher nicht fest an ein soziales Projekt gebunden hat. Sie will uns vor allem dabei unterstützen, unseren Traum vom Hinz&Kunzt-Haus zu verwirklichen. Ihren Gewinn aus einem Fernsehquiz – 21.250 Euro – hat sie dazu auch schon beigesteuert. Übrigens: 2012 hat Judith Rakers noch einmal 10.000 Euro für uns im TV erquizt.

Keine ganz so gute Nachricht: Die verkaufte Auflage von Hinz&Kunzt ist 2011 gegenüber dem Vorjahr leider gesunken. Verkauften die Hinz&Künztler 2010 noch 738.513 Hefte, waren es 2011 bloß 697.603 Stück. Aber im letzten Quartal des Jahres stieg die Auflage wieder – und übertraf sogar die Vorjahreswerte. Und zwar genau ab dem Zeitpunkt, an dem wir eine neue Gruppe Verkäufer aufgenommen haben: Menschen, die aus Osteuropa auf der Suche nach Arbeit hierher kommen. 58 Verkäufer und Verkäuferinnen aus Rumänien verstärken nun die Hinz&Künztler. Die ersten Monate des Jahres 2012, soviel sei verraten, hat sich unsere Auflage weiter positiv entwickelt.

Halbe halbe: Die Spenden fließen ins Projekt, das Straßenmagazin finanziert sich selbst

Erhöhen konnten wir, oder besser gesagt Sie, liebe Hinz&Kunzt-Leser, 2011 unsere Spenden: 837.000 Euro kamen von vielen Privatspendern, aber auch durch Kooperationen mit Unternehmen und von Großspendern. Diese Summe macht fast die Hälfte unseres Jahreserlöses aus. Und ermöglicht die Arbeit des Projekts: Davon bezahlen wir zwei Sozialarbeiter, die Mitarbeiter im Vertrieb, die Öffentlichkeitsarbeit und das Spendenmarketing, außerdem die Miete für die Hinz&Kunzt-Zentrale in der Altstädter Twiete. Dazu kommen noch mehr Ausgaben für unsere Verkäufer: für Freizeitangebote wie den Filmabend oder das gemeinsame Skat-Spiel und, ganz wichtig, für Kaffee und Tee, die die Hinz&Künztler hier kostenlos bekommen.

Die andere Hälfte der Erlöse bekommen wir aus dem Zeitungsverkauf und dem Anzeigengeschäft. Dieses Geld finanziert wiederum alles rund ums Straßenmagazin: Druckkosten genauso wie Honorare für Autoren und Fotografen.

Woher unser Geld kommt und was wir damit machen, können Sie detailliert im Hinz&Kunzt-Geschäftsbericht 2011 nachlesen, den wir in unserem Downloadbereich zur Verfügung stellen.

Da lesen Sie auch, mit welchen Aktionen uns im vergangenen Jahr Firmen, Künstler oder Privatpersonen unterstützt haben. Nämlich zum Beispiel so: Da gab es im Februar eine große Wohnungsnot-Kampagne mit der Werbeagentur JWT. Im September spielte das Theaterensemble hidden shakespeare eine Benefizveranstaltung für uns. Und im Dezember halfen Mitarbeiter der Firma Beiersdorf, eine Multi-Kulti-Verkäuferweihnachtsfeier auf die Beine zu stellen.

Diese und noch viel mehr tollen Ideen für unser Projekt, die Treue unserer Lese und die Großzügigkeit unserer Spender: All das ermöglicht Hinz&Kunzt, das größte Beschäftigungsprojekt für Obdachlose in Hamburg. Vielen Dank für die Unterstützung! BEB

Zum Downloadbereich mit den Hinz&Kunzt-Jahresberichten 

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