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Symbol für die Hoffnung

26. Juli 2010 | Von | Kategorie: 2010: Hinz&Kunzt-Ausgaben 203 – 214, Archiv, Hinz&Kunzt 210/August 2010

(aus Hinz&Kunzt 210/August 2010)

Festgemacht: Der „Anker des Lebens“ in der Hafencity erinnert an die Menschen, die Hinz&Kunzt mit einer Testamentsspende bedenken. Mit dem Geld möchte das Team bezahlbaren Wohnraum für Hinz&Künztler schaffen.

12_15HK208_Anker-1Hamburg-Hafencity im Juni, Sonnenschein, 29 Grad – der Hinz&Kunzt-Gedenkanker hält. Jürgen Bruns-Berentelg rüttelt daran, und es passiert: nichts. „Das ist gut“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Hafencity GmbH, „die Fläche steht bei Sturmflut schon mal unter Wasser.“ Er muss es wissen, denn schließlich hat er selbst den Platz am Großen Grasbrook für Hinz&Kunzt zur Verfügung gestellt. „Wo passt ein Anker besser hin als in die Nähe eines Kreuzfahrtterminals?“
Das maritime Prunkstück wird in Zukunft an Menschen erinnern, die Hinz&Kunzt mit einer Testamentsspende bedacht haben. Deren Namen werden auf Wunsch eingraviert.
„Es ist also einerseits ein Danker – ein Danke-Anker“, erklärt Hinz&Kunzt-Herausgeberin Annegrethe Stoltenberg bei der feierlichen Einweihung, „andererseits ist der Anker ein altes, nicht nur christliches Symbol für die Hoffnung.“
Wie die Hoffnung auf Heimat: Mit dem Geld der Testamentsspender möchte Hinz&Kunzt ein Wohnprojekt für seine Verkäufer starten. Denn wie viele andere Arme in Hamburg finden auch Hinz&Künztler nur schwer ein schönes Zuhause. Sie haben keinen Anteil am rasanten Wandel ihrer Stadt, in der zahl­reiche Bürogebäude und schicke Luxuslofts entstehen – aber kaum günstige Wohnungen. „Dabei ist Wohnen ein elementares menschliches Bedürfnis, das weit mehr beinhaltet als ein schlichtes Dach über dem Kopf“, sagt Annegrethe Stoltenberg. „Der Hinz&Kunzt-Anker ‚verankert‘ hier sozusagen die Forderung nach bezahlbarem Wohnraum für alle und das Recht, unter menschenwürdigen Bedingungen zu leben.“
Hinz&Kunzt konnte auf viele Unterstützer setzen, die dabei halfen, das Projekt anzuschieben und wahrzumachen: Kollegen der Agentur K2 Werk entwickelten die Idee des Ankers als Symbol für das sensible Thema Testamentsspende. „So wie Hinz&Kunzt den Menschen Halt gibt, gibt auch der Anker Halt“, sagt Ben Tappé von K2 Werk. Mitarbeiter von Blohm&Voss und Anja von Eijsden mit ihrem Team von „Der Hafen hilft!“ besorgten den 3,5 Tonnen schweren Koloss und brachten ihn auf Vordermann. „So verrostet, wie der war, hätte er sonst kaum in die Hafencity gedurft“, sagt Hinz&Kunzt-Geschäftsführer Jens Ade.
Dabei unterstützten Markus Schreiber, Leiter des Bezirksamts Mitte, und Jürgen Bruns-Berentelg den Wunsch  nach einem Gedenkanker von Anfang an. Ihn genau hier zu platzieren, in einem wachsenden Stadtteil direkt am Wasser, sei eine „supertolle“ Idee.
Eine wichtige Beteiligte am Anker-Projekt ist auch Christel Schrader, die allererste Testamentsspenderin. Die allein­stehende alte Dame aus Hamburg starb im vergangenen Dezember und hinterließ Hinz&Kunzt Schmuck aus Familienbesitz und rund 200.000 Euro. Ihr Erbe soll der Grundstock, vielleicht sogar der „Grundstein“ für die Erfüllung eines Hinz&Kunzt-Traums werden, „ein Haus mit 15 bis 20 Ein-Zimmer-Wohnungen für unsere Verkäufer zu bauen“, sagt Jens Ade.
Bis dahin wird in jedem Fall auch in der Hafencity weitergebaut: In wenigen Jahren wird der Hinz&Kunzt-Ankerplatz quasi zum Mittelpunkt eines ­neuen Wanderwegs entlang der Elbe. Und, ver­rät Bezirksamtsleiter Markus Schreiber: „Der Hafencity-Run endet auch genau hier.“ Der Anker als Ziellinie – auch ein schöner Gedanke.

Hinz&Kunzt-Herausgeberin Annegrethe Stoltenberg (ganz links) und Geschäftsführer  Jens Ade bedanken sich für das Gelingen des Gedenkankers bei  Markus Schreiber, Anja van Eijsden (Verein Der Hafen hilft!), Jürgen Bruns-Berentelg, Richard Rygielski (Schiffbau-Team) Federico Dreves (DNS multimedia factory),  Ben Tappé (Agentur K2 Werk). Sind nicht im Bild, haben aber auch geholfen: von K2 Werk Jens Konerding, Laura Schnittger, Felicitas Pschenitschni, Magda Grzenkowski,  Dennis Wegner, Jörg Köhler, Benjamin Wenke; von Der Hafen hilft! Frank Schindler  und Maik Krebs, außerdem das Malerteam der Firma Red-Tec. Vielen Dank!

Hinz&Kunzt-Herausgeberin Annegrethe Stoltenberg (ganz links) und Geschäftsführer Jens Ade bedanken sich für das Gelingen des Gedenkankers bei Markus Schreiber, Anja van Eijsden (Verein Der Hafen hilft!), Jürgen Bruns-Berentelg, Richard Rygielski (Schiffbau-Team) Federico Dreves (DNS multimedia factory), Ben Tappé (Agentur K2 Werk). Sind nicht im Bild, haben aber auch geholfen: von K2 Werk Jens Konerding, Laura Schnittger, Felicitas Pschenitschni, Magda Grzenkowski, Dennis Wegner, Jörg Köhler, Benjamin Wenke; von Der Hafen hilft! Frank Schindler und Maik Krebs, außerdem das Malerteam der Firma Red-Tec. Vielen Dank!

Informationen zum Gedenkanker und wenn Sie mehr über Testamentsspenden wissen wollen: Dr. Jens Ade, Telefon 32 10 84 03, E-Mail: jens.ade@hinzundkunzt.de

Text: Maren Albertsen
Fotos: Mauricio Bustamante

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