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Lebensmittelausgabe

Streit um Preiserhöhung

12. März 2014 | Von | Kategorie: Nachrichten

Das hat sich gelohnt: Ein Gast hatte sich über den Preisanstieg bei der Lebensmittelausgabe der Christengemeinde Elim beschwert. Zwei statt einen Euro sollten Bedürftige für die Lebensmittelspenden der Hamburger Tafel künftig zahlen. Jetzt konnte ein Kompromiss gefunden werden.

Elim

Jeden Dienstag holen sich in der Christengemeinde Elim mehr als hundert Bedürftige Lebensmittel ab.

Jeden Dienstag können sich Bedürftige in dem Gemeindehaus der freikirchlichen Christengemeinde Elim in der Bostelreihe zwischen 15 und 17 Uhr Lebensmittel abholen. Diese werden gespendet und geliefert von der Hamburger Tafel. Weit mehr als hundert Menschen nutzen das wöchentliche Angebot. Jetzt wollte die Gemeinde den Preis dafür von einem auf zwei Euro anheben. Das sorgte für Empörung bei einigen Gästen. Stellvertretend wendete sich Joachim W. an Hinz&Kunzt und die Hamburger Tafel: „Ich verstehe nicht, warum wir auf einmal doppelt soviel zahlen sollen“, sagt der 59-Jährige, der seit zwei Jahren Sozialleistungen erhält und seit dieser Zeit regelmäßig Gast bei der Essenausgabe ist. „Die behalten doch das Geld für ihre Kirche ein.“

Diese Kritik will Peter Peter von der Elim Christengemeinde nicht auf sich sitzen lassen. Weil die Gäste regelmäßig viel Müll in der nahen Grünanlage hinterlassen, habe der Bezirk die Auflagen verschärft. „Wir mussten ein professionelles Reinigungsteam einstellen“, so Peter. „Deswegen wollten wir den Preis anheben.“

Die Pläne für den deutlichen Preisanstieg haben allerdings auch die Hamburger Tafel aufgeschreckt. „Prinzipiell darf der Preis bei den Ausgabestellen nicht mehr als eine Münze betragen“,  so Achim Müller, Vorsitzender der Hamburger Tafel. „Zwei Euro wären also theoretisch möglich.“ Trotzdem: Üblich ist das nicht.  Die anderen Ausgabestellen verlangen von ihren Gästen nicht mehr als einen Euro. Insgesamt beliefert die Hamburger Tafel 17 Ausgabestellen, die von anderen Organisationen betrieben werden.

Die Preisgestaltung liegt eigentlich im Verantwortungsbereich der Einrichtungen. „Wir haben jetzt aber in Gesprächen mit Herrn Peter erreicht, dass der Anstieg deutlich geringer ausfällt“, sagt Achim Müller. Die Bedürftigen zahlen künftig wöchentlich 1,50 Euro. „Das ist immer noch eine deutliche Preissteigerung“, so Gast Joachim W. „Aber immerhin hat unser Protest etwas bewirkt.“

Text und Foto: Jonas Füllner

Die Hamburger Tafel sucht derzeit nach weiteren Ausgabestellen in Altona und Eimsbüttel. Interessierte Organisationen können sich bei der Hamburger Tafel melden.

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