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Staunen, Schlemmen und viel Spaß!

28. November 2013 | Von | Kategorie: Archiv, Hinz&Kunzt 250/Dezember 2013

220 Hinz&Künztler genossen auf Einladung des ­Spiegel-Verlags in der Kantine des Hauses ein festliches Drei-Gänge-Menü. Das Essen zum 20. Hinz&Kunzt-Geburtstag war ein rundum gelungener Abend.

(aus Hinz&Kunzt 250/Dezember 2013)

Dennis (rechts) macht große Augen angesichts  des Festmahls in der Spiegel-Kantine, das  er sich mit seinen Eltern, seinem Cousin und  vielen weiteren Hinz&Künztlern schmecken ließ.

Dennis (rechts) macht große Augen angesichts
des Festmahls in der Spiegel-Kantine, das
er sich mit seinen Eltern, seinem Cousin und
vielen weiteren Hinz&Künztlern schmecken ließ.

„Cremesuppe mit gebratenem Krustentier“, „Krosse Entenbrust auf Kirschsoße mit gestovtem Wirsing“ und Mousse au Chocolat. Das sind keine alltäglichen Speisen, für Hinz&Künztler sind sie etwas ganz Außergewöhnliches. „Das Essen war fantastisch, so könnte es immer sein“, schwärmt Verkäufer Bernhard.

Zum Schlemmen in edlem Ambiente lud der Spiegel-Verlag 220 Verkäufer zum 20. Geburtstag des Straßenmagazins ein. Bei denen kam das gut an, kein Platz blieb frei: „Ich wusste, dass das ­Essen gut wird“, sagt Hinz&Künztler Bernhard. Er hat früher als Kurierfahrer gearbeitet. Sein Weg führte ihn mittags ab und an auch in die Spiegel-Kantine. Wobei der Begriff „Kantine“ in die Irre führt, gleicht sie doch eher einem Edelrestaurant. „Ich kannte zwar nur die alte Kantine“, sagt Bernhard, „aber die war ja schon berühmt.“ Wohl wahr: Das 1969 vom dänischen Designer Verner Panton entworfene Ensemble gilt als ein Meisterwerk der Design­geschichte.

Seit 2011 hat der Spiegel seinen Sitz an der Ericusspitze in der Hafen-City. Doch auch dort speisen die Mitarbeiter im Erdgeschoss in edel designtem Ambiente: Gewellte Holzwände imitieren Stoffvorhänge, und an der Decke reflektieren Tausende Aluminium-Taler das Licht.

Als die Verkäufer den Speisesaal betreten, staunen sie. „Hui, ist das hier schick“, sagt Chris. Seit 18 Jahren verkauft er Hinz&Kunzt. Bei mehreren Verkäuferessen war er schon dabei. „Aber so ein schickes Restaurant habe ich noch nicht gesehen.“

Spiegel-Verlagsleiter Matthias Schmolz begrüßt warmherzig die Hinz&Kunzt-Verkäufer und -Mitarbeiter: „Wir freuen uns, heute ein kleiner Teil des großen Netzwerks rund um Hinz&Kunzt zu sein.“ Bevor er das Festessen eröffnet, betont er, dass man beim Spiegel Wert auf gute Atmosphäre und leckere Speisen legt. „Und für gutes Essen sorgt bei uns seit mehr als 20 Jahren Alfred Freeman.“

Der Gastronomiechef erntet großen Applaus, als er sich vorstellt. Viele kennen ihn schon: 2006 hat er für das Sonderheft „Hamburger KochKunzt“ mit Verkäufern am Herd gestanden. „Mir macht so was wie der heutige Abend immer wieder Spaß“, so der Chefkoch, der sich darüber freut, mit wie viel Appetit die Hinz&Künztler sein Menü verspeisen.

„Nicht nur das Essen, der ganze Abend und besonders die Musik sind super!“, lobt Bernhard. Für Letzteres zeichnet Andy Eagle verantwortlich. Am Keyboard sorgt er mit eigenen Songs und Coverversionen bekannter Rock- und Pop-Stücke für Stimmung. „Ich wohne gleich um die Ecke von Hinz&Kunzt“, erzählt der 55-Jährige. „Viele Verkäufer kenne ich von meinen Wanderungen durch die schönste Stadt der Welt.“

Ein großes Dankeschön spricht Hinz&Kunzt-Geschäftsführer Jens Ade an diesem Abend den Verkäufern aus: „Ohne euch wäre Hamburg einfach ärmer.“ Er betont, dass Hinz&Künztler nicht nur Verkäufer, sondern für viele Menschen wichtige Ansprechpartner auf den Straßen der Stadt seien. Dass es hier leider nicht für jeden eine Wohnung gibt, daran erinnert in seiner Rede Hinz&Künztler Erich Heeder. Sein Appell: „Wir rennen so lange durch die Straßen, bis jeder eine Wohnung hat.“

Überglücklich verabschiedet sich am Ende Ingrid: „Wie komme ich denn nach Hause? Ich kann kaum gehen, so satt bin ich. Soll ich jetzt rollen?“

Text: Jonas Füllner
Foto: Dmitrij Leltschuk

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