Fakten

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Hinz&Künztler Martin; Foto: Mauricio Bustamante

Gegründet wurde das Straßenmagazin 1993 als Kooperationsprojekt von Obdachlosen und Journalisten von dem damaligen Leiter des Diakonischen Werkes, Herrn Dr. Stephan Reimers. Die Idee: Wohnungs- und Obdachlose verkaufen ein professionell geschriebenes und gestaltetes Magazin. Der Erlös wird zwischen dem Projekt und dem Verkäufer geteilt. Statt Almosen zu empfangen, verkaufen sie ein Produkt, das alle Menschen anspricht und miteinander ins Gespräch bringt. Seither sind mehr als 14 Millionen Zeitungen verkauft und rund 5500 Verkäuferausweise ausgestellt worden.

Hinz&Kunzt hat rund 500 Verkaufsplätze akquiriert und auch ebenso viele Verkäufer. Der Verkauf auf Wochenmärkten und Großveranstaltungen ist frei und in Kneipen und Restaurants mit Erlaubnis des Besitzers möglich. In öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Verkauf generell nicht gestattet.

Das Projekt finanziert sich zu je 50 Prozent aus Verkaufs- und Anzeigenerlösen und aus Spenden.

Herausgeberin von Hinz&Kunzt ist die Landespastorin Annegrethe Stoltenberg. Gesellschafter sind mit 66 Prozent das Diakonische Werk und mit 33 Prozent die Patriotische Gesellschaft.

Wer Hinz&Kunzt-Verkäufer werden möchte, muss zu dem Zeitpunkt obdach- oder wohnungslos sein. Wer eine Wohnung findet, darf weiter Hinz&Kunzt-Verkäufer bleiben. So war es von Anfang an die Regel. Aber die Gesellschaft hat sich verändert: Nicht nur Obdachlose leiden unter bitterer Armut. Darum können seit Dezember 2009 auch arme und einsame Menschen, die ein Zuhause haben, Hinz&Kunzt-Verkäufer werden.

Wir vertreten die Interessen von Obdach- und Wohnungslosen sowie sozial Benachteiligten bei Politikern, Behörden, Firmen und Verbänden. Damit Menschen, die in Hamburg am Rande stehen, wieder einen festen Platz in der Gesellschaft finden.