Kersten-Miles-Brücke
„Ganz ehrlich: Es reicht!“
21. September 2011 | Von BEB | Kategorie: Nachrichten, PressemitteilungenDer Bezirk Mitte setzt seine Vertreibungspolitik gegen Obdachlose fort: Erst wurden für 100.000 Euro Steine einbetoniert, damit unter der Kersten-Miles-Brücke kein Platz zum Hinlegen bleibt. Jetzt folgt ein Zaun, so dass der Zugang ganz versperrt ist.
Mit Entsetzen hat das Team von Hinz&Kunzt zur Kenntnis genommen, dass der Bezirk Mitte am Dienstag einen massiven Stahlzaun unter der Kersten-Miles-Brücke installiert hat, um Obdachlose zu vertreiben. Anfang des Jahres hatte der Bezirk auf der Fläche unter der Brücke bereits für 100.000 Euro große Steine aufgestellt, damit dort niemand mehr übernachten kann. Da die Vertreibungs-Maßnahme nicht erfolgreich war, wurde die Brücke jetzt mit dem drei Meter hohen, 18.000 Euro teuren Zaun versehen.
Dazu sagte Stephan Karrenbauer, Sozialarbeiter von Hinz&Kunzt: „Dieser Zaun setzt der Vertreibungspolitik von Bezirksamtsleiter Markus Schreiber eine stählerne Krone auf. Ganz ehrlich: Es reicht!“ Es sei zynisch, so Karrenbauer, wenn kurz vor dem Winter eine viel genutzte Platte abgesperrt würde, obwohl es zu wenige Unterkünfte in Hamburg gebe und noch nicht absehbar sei, ob im Winter für alle obdachlosen Menschen eine menschenwürdige Unterkunft zur Verfügung stehen werde. Gerade osteuropäische Obdachlose seien auf den Schutz unter Brücken angewiesen, weil sie seit Mitte Juli nicht mal mehr im „Pik As“ aufgenommen werden.
Außerdem sei es unerträglich, so Karrenbauer, dass Menschen in Not mit einem Zaun vertrieben würden, nur damit die Umgebung der Landungsbrücken für Touristen gut aussehe. „Die 118.000 Euro Steuergeld wären wesentlich besser investiert, wenn man sie für den Bau von neuen, gut ausgestatteten Unterkünften ausgegeben hätte“, sagte er. „Es wird dringend Zeit, dass Bürgermeister Olaf Scholz ein Machtwort spricht, um die rigide und kurzsichtige Politik von Herrn Schreiber zu beenden.“
Fotos: SOL










Das ist das Entscheidende: “Die 118.000 Euro Steuergeld”. Die sind so zu nichts nutze, außer dass der Zaun noch hässlicher ist, als Menschen dort hausen zu sehen. Was ist das für ein Denken, dieses wertvolle Geld derart zu verschwenden und es nicht für Unterkünfte für Obdachlose einzusetzen? Na ja, es ist ja nicht Schreibers Geld. Oder gibt es da heimliche Kontakt zum Zaunbauer?
Ich darf gar nicht dran denken, was man mit der Knete alles Sinnvolles hätte tun können … Ja, es reicht, Herr Schreiber! (Und wo sind überhaupt die Berichte hierüber in den anderen Medien?!)
Danke euch fürs Berichten,
Andrea
Es ist nicht zu fassen.
“Steine einbetonieren”, wie kommt man auf soetwas?? Leute vertreiben wollen ohne dies optisch hervor zu heben??
Der ZAUN zeugt nun endlich für alle sichtbar davon in was für einer Welt wir leben….
Ob es wirklich reicht für ein Umdenken, wird sich zeigen.
Ich hoffe es!
118.000 euro für einen zaun und ein paar steine……
…. ähm…. bin ich hier der einzige dem das ganze als maßlos überteuert vorkomtm!?
die abrechnung möchte ich gerne mal sehen in der die einzelnen positionen des baus und materialaufwandes begründet sind.
was für eine Schweinerei für 120000 € hätte man ein Gebäude errichten können das Schlafstätten für mindestens 10 Menschen bietet :S naja Deutschland schafft sich ab
Ich habe Tränen in den Augen und Wut im Bauch.
Mehr kann ich dazu nicht schreiben.
Oder doch, vielleicht sollte Herr Schreiber mal im Winter eine Woche draussen “leben”.
Was für eine unfassbare Verschwendung von öffentliche Geldern. Für eine reine Schikanemaßnahme. Ich kann mich gar nicht mehr einkriegen. Herr Schreiber muss endlich lernen nicht GEGEN sondern FÜR die Menschen zu denken! So jemand ist in einem öffentlichen Amt untragbar!
Die Beschwerdemail an ihn ist raus und die herrschende Partei kriegt nie wieder ein Stimme von mir.
…schliesse mich den Vorrednern an und wäre für die Veröffentlichung der Rechnung. Da ist nicht nur die schlechte Idee faul.
Das ist ja echt das aller letzte !!!
Ich bin fassungslos, wie kann man nur so Menschenfeindlich Geld in die Tonne werfen?
Anstatt das Geld zu investieren, um Obdachlosen zu helfen..
Oh Gott
Musste, nachdem ich diesen Artikel gelesen habe meiner Wut Ausdruck verleihen und hab sofort ne Beschwerdemail an den Herrn Schreiber geschickt…macht es mir nach und zeigt dem aroganten Möchte-gern-Volksvertreter was ihr von der Aktion haltet !!!
http://spd-hh-mitte.de/markus-schreiber/#usermessagea
Guten Tag Herr Schreiber,
ich habe den Artikel in der Hinz&Kuntz gelesen und war entsetzt zu erfahren, dass erst 100 000 Euro für sinnlose Pollersteine und dann 180 000 Euro Steuergelder darunter auch meine für einen Zaun ausgegeben wurden, der Obdachlose daran hindern soll unter der Kersten-Miles-Brücke zu schlafen…ähm unter Volksvertretern verstehe ich Politiker die alles zum Wohl und Schutze der Bürger tun…was hätte man alles für die Obdachlosen mit den 280 000 Euro machen können!? Wo sollen denn Ihrer Meinung nach die Obdachlosen schlafen,wenn es noch nicht mal genügend Unterkunftsmöglichkeiten für sie gibt? Auf Ihrer Couch vielleicht?
Die Menschen, die dort schliefen haben doch wirklich niemanden irgendetwas böses getan und sie gehören genauso wie Sie und ich zu Hamburg! Und glauben Sie nicht, dass dies auch Touris abschreckt, wenn sie erfahren warum und weshalb dieser hässliche Zaun da steht. Mit dieser Aktion vertreten Sie ganz bestimmt nicht die Hamburger. Im Gegenteil Sie machen sie nur wütend! Und ich dachte unter der SPD würde sich in Hamburg wieder was ändern…Unter sozial und vor allem tolerant, wie sich die SPD so gerne zeigt, versteh ich was anderes! Ich bin jedenfalls zu tiefst enttäuscht und hoffe Sie machen diese Aktion im Namen der Hamburger (ob mit oder ohne festen Wohnsitz) wieder rückgängig!
Mit freundlichen Grüßen
Louisa Lehmann
Ihr versteht den Schreiber nur nicht, das ist ein raffiniertes Resozialisierungsprogramm um die Ausgestossenen der Gesellschaft zu reintegrieren.
Der Proteststurm der Steuerzahler wird sie zurückholen in die Mitte der Ausmerksamkeit und der soliarischen Zuwendung.
Dafür opfert Hr. Schreiber doch gern deinen Ruf… was für ein Karma!
Der nächste Schritt wird vielleicht sein, das er selbst annonym über FB zu Protest-Aktion aufruft, Flashmobs organisiert etc… alte Ketten mit Vorängeschlössern dran festmachen… es zum Mahnmal der Aussätzigen und Ausgeschlossenen stilisiert, unter dem Motto “kein Platz unter der Brücke!”
Dann wird das Ganze sicher auch bei den Touristen Fragen aufwerfen und in den Schlagzeilen bleiben…
Schreiber, der neue Gandhi!
Für Bankster sind Milliarden da, für Hartzer 5 Euro, für einen “Obdachlosenschutzzaun” Hunderttausende, für Obdachlosenunterkünfte nichts, und diese Leute wollen uns erzählen es müsse gespart werden, ja klar ^^
jm2p Zeph
Ich bin so fassungslos und wütend!!
Briefe an Herrn Schreiber sind sicher gut, aber reichen nicht. Das ist ein Thema, das Öffentlichkeit braucht und für das es sich lohnt, auf die Straße zu gehen!
Sorry Leude,
aber wer auch immer schon wieder auf so’ne Idee gekommen is, hat doch n’Arsch offen! Als wenn das Geld nicht woanders gebraucht würde! Der kleine frustierte Radikalist in meinem Ohr würde mir jetzt raten, den Zaun down-zu-rocken, aber das hätte mit aller Wahrscheinlichkeit zur Folge, dass noch einer gebaut würde…es kann nicht angehen, dass eine Gesellschaft, die Obdachlosigkeit produziert, keine besseren Optionen sieht, als diese dann zu verdrängen, zu verschleiern. Das sind Menschen, wie du und ich! Und morgen könnte es dir und mir genauso gehen. Ich kann unsere sogenannte Delegation von “Führungskräften” echt nicht mehr ernst nehmen!
Wie schön, dass jeder denkt, er lenkt…
http://www.youtube.com/watch?v=z85zFX1_Vdg
Ich hab den heutigen Zustand mal in einem video dokumentiert.
Wer hat den Zaun gebaut? Schreiber und Co KG? Das ist ganz nebenbei menschenverachtend, hochgradig asozial und der perfekte Spiegel unserer Gesellschaft. Me first and the gimme gimme…
Das Hamburg Journal hat heute Abend zurecht als erste Nachricht über diese unfassbare Zaunaktion berichtet. Selten bin ich politisch aktiv im Sinne mutiger Aktionsformen. Nun ist für mich der Zeitpunkt gekommen, wo ich mich gern engagieren würde, um gegen diese menschenverachtende Behördenpolitik und Geldverschwendung zu protestieren. Doch wie? Hat Hinz & Kunzt eine Idee? Oder jemand von Euch LeserInnen? Flash Mop? Auf der Straße campieren? Sitzblockaden…, mich macht das so wütend!
Freue mich über gute Vorschläge – neben Protestbriefen an Schreiber!
Sacht mal Leute geht’s noch?
Um das viele Geld ist es wahrlich schade – wäre sicher auch günstiger gegangen. Aber wollt Ihr etwa Armut in unserer Mitte akzeptieren durch das Abschieben von Menschen unter Brücken?
Hier regen sich nun alle auf – aber was macht Ihr persönlich gegen Armut? Und damit meine ich nicht die relative (https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Relative_Armut).
Solang Menschen keinen Anreiz haben – ob nun von innen oder außen – etwas gegen ihre Armut zu tun werden sie sich nicht entwickeln. Sie unter dieser Brücke zu lassen finde ich falsch.
Nun muss ihnen und den Verantwortlichen auch an anderer Stelle konstruktiv und zielführend Anregung gegeben werden. Kann mir nicht vorstellen, dass es keine Programme und Unterstützung gibt für Menschen, die ihren “Finger ziehen” wollen.
Macht doch was da draußen anstatt hier nur zu Mosern und dann im Café noch einen Latte zu trinken!
Noch gravierender als die Geldverschwendung finde ich den Umstand, dass durch derartige Vertreibungsaktionen die vermeintlich unantastbare Würde von Menschen mit staatlichen Füßen getreten wird – das ist nicht auszuhalten und schreit nach Solidarität(saktionen)!
Ich bin sprachlos. Herr Scholz: beenden Sie diesen Irrsinn!!!!!!!!! So ein Mitarbeiter muss sofort entlassen werden. Das ganze grenzt so was von an Diskriminierung. Holen Sie die 118.000,– Steuergelder unverzüglich von Herrn Schreiber zurück. Und dann geben Sie das Geld für neue Unterkünfte für die Obdachlosen aus. Ich bin extrem wütend!!!!!! Wo bleibt hier die Menschlichkeit? Herr Schreiber, mögen Sie in Ihrem Leben niemals in eine Notsituation kommen…..
Liebe Hinz&Kunzt lasst uns gemeinsam gegen diesen Irrsinn vor dem Rathaus demonstrieren!
Ich finde das eine riesen Schweinerei. Was soll denn das ?!
so wahnsinnig unglaublich diese Posse, für 118.000euro hättn da Duschen gebaut werden können und jeden Tag n Putzdienst durchwischen können (es geht Herrn Schreiber doch um den “Dreck” bzw die “dreckigen Menschen”, die die Touris nich sehn sollen)
ABER was ist den mit Denkmalschutz? Der Zaun verändert definitiv das Gesamtbild dieser Touristenattraktion!
Denkmalschutz übernhemen Sie!
Das ist eine unglaublich krasse Unmenschlichkeit. Wie kann man bitte einen Zaun dahin bauen, um Menschen fern zu halten? Und was sollen diese sinnfreien Steine? Das zeigt doch nur, dass die Verantwortlichen überhaupt nichts im Kopf haben. Lasst uns irgendwas tun!! So kann´s nicht angehen! Einfach nur unfassbar!!
Man könnte über den Zaun klettern und mit Kreide die Konturen von toten Menschen dahin malen….
ich finde es einfach nur total krass was da mit den obdachlosen gemacht wird.
ich bin in hamburg aufgewachsen und kann mir diese brücke garnicht ohne obdachlose vorstellen.
das ist doch auch ein stück hamburg gewesen.
für das geld hätte man ne unterkunft bauen können oder irgendwas anderes für die obdachlosen.
ich finde es eine maßlose frechheit was sich da der herr schreiber einfallen lassen hat.
aber wie man sieht ist man machtlos was der senat mit unseren steuergeldern alles macht.
Ich habe eine Email an die SPD Bezirk Mitte geschickt – das musste jetzt mal sein. Wer das liest,
http://spd-hh-mitte.de/markus-schreiber/#usermessagea
bekommt angesichts dieser Aktion wirklich die Wut!
ja, eine unfassbar rigide und machtbessesene kopflosigkeit, herr schreiber!
von den “kleinen stinkenden assozialen” lassen sie sich natürlich nicht auf dem kopf rumtanzen, richtig???
bürgerbeteiligung, schaff dich ab!
ich wohne auf st.pauli und bin bisher nicht von den MENSCHEN unter der brücke belästigt worden. in der regel halten sie sich dort auf um zu ruhen. sicherlich habe ich auch schon mal ein mulmiges gefühl im bauch gehabt, eine äußerst normale körperliche reaktion auf etwas eher unbekanntes und vielleicht auch angstbesetztes. hat der andere nun schuld ob meiner gedanken?
glauben sie nicht dass die masse der touristen, gerade zur herbst-,winterzeit nicht auch mitleid und verständnis für die obdachlosen hat?
st.pauli war und ist immer ein platz für mekwürdigkeiten und gestrauchelte gewesen, hamburg kokettiert mit dem verruchten auf der reeperbahn… oder sind die nutten städtische angestellte und haben nen maulkorb um nur feine worte zu nutzen?eben…auch das gehört hierher…
ich muss die brücke aber nicht für immer und ewig als sinnbild für obdachlosigkeit erhalten und es durch einen täglichen säuberungsdienst aufwerten, aber ich verstehe diesen ort erst einmal anders!
ich halte es (aus beruflicher erfahrung) für eher unwahrscheinlich dass die menschen nun eine neu gebaute städtische schlafstätte aufsuchen würden, vielleicht wenn die temperaturen knackig würden…
ein teil des steuergeldes hätte sicherlich dafür aufgewendet werden können mal zu erarbeiten aus welchen gründen die menschen dort waren und was eine weniger dispotische lösung sein kann!
allseits ist bekannt dass es langfristig zielführender ist die wurzel des übels zu greifen!
den ärmsten mit füssen zu treten zeugt von keinen guten menschenbild, herr schreiber!
erboste grüsse von
st.pauli
p.s. auf der politischen ebene habe ich wenig einblick.
musste herr schreiber sich eine genehmigung vom kämmerer oder sonst jemanden über dies ausgaben holen?
wurde dies aktion ggf in der bezirksversammlung angesprochen?
Sorry Leute. Es ist nicht sozial Obdachlosen einen bequemen Platz unter einer Brücke zu besorgen. Der Bezirk Mitte, der mehr Hilfeeinrichtungen hat als alle anderen Bezirke zusammen, stellt zudem 160 zusätzliche Plätze für Obdachlose für den Winter zur Verfügung.
In der Morgenpost konnte man folgendes nachlesen:
Selbst der „bewaffnete Bezirkliche Ordnungsdienst“ (BOD) habe Angst vor den Obdachlosen. Schwere Straftaten seien passiert. Passanten seien gefährdet. Dem widerspricht Polizeisprecher Mirko Streiber. Er sagt, wenn, habe es nur Delikte unter den Obdachlosen gegeben.
Das ist ja fein: Eine Vergewaltigung und Ein Mord – “nicht schlimm, war ja nur unter Obdachlosen.”
Ich finde diese Haltung nicht in Ordnung.
Antwort an st.pauli:
Das mal zur Klarstellung: Die Maßnahme und die Finanzierung wurde nicht von Markus Schreiber beschlossen, sondern von der Bezirksversammlung. Einstimmig, bei Enthaltung der Linkspartei.
Antwort an Klaus Lübke:
Was Sie schreiben, ist nur zum Teil richtig. Die “Neugestaltung” der Brücke, die seit März für umgesetzt wurde (Umbau, Aufstellung von Steinen), wurde in der Tat von der Bezirksversammlung beschlossen, dabei wurden auch die benötigten 100.000 Euro bereitgestellt. Der Zaun ist eine Idee der Bezirksverwaltung, also von Herrn Schreiber und seinen Mitarbeitern, diese 18.000 Euro teure Maßnahme wurde mit den Fraktionen in der Bezirksversammlung nicht einmal abgesprochen – und wird auch auch aus Mitteln der Verwaltung finanziert.
Und übrigens: Die zusätzlichen Plätze des Winternotprogramms werden von der Stadt Hamburg bereitgestellt, nicht vom Bezirk Mitte.
Grüße aus der Hinz&Kunzt-Redaktion
Hanning Voigts
Also ich muss sagen mich stören die vielen Obdachlosen in Hamburg!!!
Und ich finde auch das jeden abend die Obdachlosen an der Alster vertrieben werden sollten!!!
am samstag dem 24 sept. um 14uhr ist eine kranz und blumenniederlegung !!!
Wir rufen Anwohner und Interessierte dazu auf, sich an einer Kranz und Blumenniederlegung der im Winter 2011/2012 erfrorenen Nächstenliebe zu beteiligen und somit einer breiten Öffentlichkeit dieses Statement der Stadt Hamburg zukommen zu lassen. Wenn Menschen auf solche Art und Weise vor der Öffentlichkeit versteckt werden sollen, so soll dieser Umstand auch öffentlich gemacht werden.
Diese Steilvorlage löst in uns mittlerweile keine Wut mehr, sondern Freude aus. Selten hat sich jemand mit seiner Politik so gekonnt ins Aus manövriert und uns so eine große Chance eingeräumt diesen Zustand zu ändern.
Bringt Blumen, Kränze, Kerzen und ähnliches mit.
Unglaublich, was ich da wieder lesen muss!
Finde einfach keine Worte mehr dazu!
In Hamburg wirds glaub ich auch nun Zeit für die Piratenpartei!!!
Eine Antwort an die Hinz&Kunzt-Redaktion, Herrn Hanning Voigts:
Es ist richtig das die Mittel für das Winternotprogramm von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration stammen, die nebenbei bemerkt von einem SPD-Senator geführt wird.
Es ist auch richtig das der Hauptausschuss der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte die Nutzung des Gebäudes an der Spaldingstraße 1 in seiner letzten Sitzung beschlossen hat.
Was zeigt, das es der Bezirksversammlung nicht um Vertreibung aus Hamburg-Mitte geht, sondern um echte Hilfe für obdachlose Menschen.
Nicht nur das man bei den Armen spart und kürzt jetzt sperrt man die Ärmsten auch noch aus, wie Zynisch und was für eine Geldverschwendung, ob die Verantwortlichen schon mal was von Moral und Menschenwürde gehört haben?
Man stelle heimlich einen schönen großen Felsen aus Pappmaschee in die Absperrung.Innen sollte der Felsen hohl und gegen kälte isoliert sein.Vorher den Zaun so präpariert das nicht sichtlich eine ausreichend große Öffnung entsteht die man jederzeit öffnen und verschlissen kann.Dabei sollte drauf geachtet werden das bei Benutzung keine Sichtbaren Spuren auf eine Zeitweiligen Aufenthalt hinweisen.
M.f.G
Habnix
Nachtrag zu Kom. 36 War nur so ein Gedanke und keine Aufforderung zur Sachbeschädigung!
Wenn ich so etwas sehe, bekomme ich Phantasie. Bin nicht aus der Gegend, aber wie wäre es mit einem Dankesschreiben und der Aufforderung, den Schlüssel der dort eingebauten Türe herauszugeben? Und noch einen Windschutz dort zu erbitten? ‘Wenn die stur sind, hat vielleicht jemand einen Schweißbrenner oder kennt sich mit Schlössern aus oder es werden Leitern montiert… immerhin wurde da ja ein geschützter Bereich eingerichtet, das sieht doch erweiterungsfähig aus. Zeigt der selbsternannten Obrigkeit einfach, wessen Platz das dort ist.
Scheinbar haben sich die Piraten in Hamburg diesem angenommen
http://hamburg-mitte.bezirkspiraten.de/?q=node/88
Sehr schön. Am besten die Dokumente öffentlich analysieren
Das wird ein Spaß !
Ich freu mich schon auf die ersten Fotos von Menschen, die wie im Zoo hinter Gittern übernachten. So schwer dürtfe es ja nicht sein, den Zaun zu überwinden…
Und wo sollen die Obdachlosen dann hin?
Im Winter einfach erfrieren?
Ist doch eh schon unter aller sau das in der heutigen Zeit jemand unter einer Brücke schlafen muss!
Wer hat sich bei den paar lächerligen Steinen eigentlich gedacht das diese abschreckend sein sollen?
100.000€ für die ca. 7 Steinchen???
Wir alle wollen die Rechnung sehen
-Warum ist es teurer ein paar Steine unter eine Brücke zu bringen als einen kompletten Zaun zu bauen?
Ich hab da noch einige Baggersteine die ich gerne für 100.000€ verkaufen würde, falls da mal bedarf ist Herr Schreiber.
Markus Schreiber hat bestimmt ein Plätzechen vor seiner Tür frei oder will er das wegen seinem Zaun jemand erfriert?
QUOTE: Man könnte über den Zaun klettern und mit Kreide die Konturen von toten Menschen dahin malen….
Das wäre doch mal ein Projekt für Hinz und Kunst
Menschen am unteren Rand der Gesellschaft werden als Abschreckung der Anderen genutzt. Die politische Gesellschaft benötigt derartige Abschreckungen, damit Angst geschürt wird. Die Hilfe für Obdachlose liegt in einem Minimalbudget, sie bleibt Aufgabe der Politik und deren bezahlter Sozialarbeiter, Bürger und Menschen stehen demnach ohnmächtig der Sache gegenüber. wir alle fordern mal mehr und mal weniger Staat, je nachdem für was!
Meine E-Mail an Herrn Schreiber, SPD:
Sehr geehrter Herr Schreiber,
Haben Sie mit – unter anderem MEINEN – Steuergeldern tatsächlich nichts sinnvolleres anzufangen, als für insgesamt 118.000 Euro (in Worten: Einhundertundachtzehntausend!) unter Brücken Steine einbetonieren und Zäune bauen zu lassen?
Ich hätte einen sinnvolleren Investitionsvorschlag parat, sollten Ihnen die Ideen ausgehen: Bitte rufen Sie umgehend eine Art Medizinisch-psychologische Untersuchung zur Teilnahme an der Politik (a.k.a. “Idiotentest”) in’s Leben! Damit könnte man merkbefreite Politiker aus für sie ungeeigneten Positionen entfernen und so der Stadt Hamburg in Zukunft Kosten in Millionenhöhe ersparen! Wenn DAS mal nicht eine sinnvolle Investition wäre…
Aber unter Politikern wie Ihnen wird uns dies wohl – leider – “erspart” bleiben.
“Hochachtungsvoll”
C. Lamine
Hamburg – City of Love and Sunshine!
Das ist einfach mal das Asozialste was ich seit langem erlebt habe – ich dachte die Schill Partei Zeiten lägen hinter uns…
Ja, Keiner, dem kann ich zustimmen. Es wäre schön wenn wir mal alle Vorgänge auf dem Tisch hätten. Und dann wäre es schön wenn wir sachlich darüber diskutieren wie wir mit dem Problem der Obdachlosigkeit umgehen. Welche Maßnahmen es gibt und welche Ziele eine sozial denkende Politik in dieser Stadt verfolgen sollte. Und es wäre schön wenn wir das ohne Stimmungsmache, auch parteipolitische Stimmungsmache tun könnten.
hat irgendjemand nähere informationen, wieso das einbetonieren von den paar steinen 100.000 € gekostet hat?
@endegut: Vermutlich, weil der Bunkerdeckel mit abgetragen wurde.
Klickt mal auf meinen Nicknamen… auf Facebook tut sich was.
@ endegut
Mit den 100.000 Euro wurden nicht nur die Steine bezahlt, sondern die gesamte “Umgestaltung” des Platzes unter der Brücke. Das heißt: Der Abriss der plateauförmigen Bunker auf beiden Seiten, das Verlegen des neuen Kopfsteinpflasters, Baggerarbeiten, das Anlegen des künstlichen Bachlaufes auf der linken Seite (gegenüber vom jetztigen Zaun) und das Einbetonieren der großen Steine. Dazu dann Transport, Arbeiter usw., da kommt schnell Einiges zusammen. Ob da allerdings wirklich sparsam geplant und gebaut wurde, müsste man natürlich den Bezirk fragen…
Liebe Grüße aus der Hinz&Kunzt-Redaktion,
Hanning Voigts
Achso, die Obdachlosen sollen also ruhig unter der Brücke bleiben. Die gehören da hin und zu Hamburg?!
So verstehe ich diese Aufregung um den Zaun.
Sorry, fasst Euch doch mal alle selber an den Kopf!
Ich hab dazu auch was geschrieben, um meiner Wut Ausdruck zu verleihen.
http://www.die-momos.de/blog/?p=4502
Es ist einfach unfassbar und zynisch. Mir geht es dabei auch weniger um die verschwendeteten Steuergelder als um das Menschenbild, was dahinter steckt, um die Art und Weise, wir hier mit denen umgegangen wird, die eh schon ganz am Rand stehen. Ich könnte kotzen.
Kann man denn nichts machen ????
Es muss doch leere Plätze geben, in denen im Winter Unterschlupf gewährt wird!
So eine große (und soziale Stadt) wie Hamburg !!!
Leere Keller, Tiefgaragen, etc.
Mir taten alle im Winter so leid !!!!
Ich hoffe, dass eine gute Lösung gefunden wird & mein tiefes Mitgefühl Allen
Nehmt es selber in die Hand, solidarisiert euch und reißt den Zaun und die Steine wieder weg, erobert euch euren öffentlichen Raum zurück, wartet nicht auf Politiker oder Beamte holt euch euere Freiheit und Selbstverwaltung zurück, keiner wirklich keiner braucht diesen LügenLobbyistenVolksZertreter Abschaum!!!
Mindestens zwei Aktionen werden am Wochenende auf St. Pauli gestartet: http://www.hinzundkunzt.de/das-thema/empoerung-schreiber/
Sehen wir uns da?
Es geht doch nicht darum, Menschen unter Brücken zu belassen, bzw. das als normal hinzunehmen, das Menschen auf der Straße leben. Eine Stadt wie Hamburg sollte es jedoch aushalten können, wenn Menschen mitten unter uns und vor unseren Augen auf der Straße leben und sich dort ihren Platz suchen. Und das ist nun mal auch dieser hier. Wer sich daran stört, sollte sich mal die Frage stellen, warum er das tut. Wir wollen das Elend nicht sehen, kaufen vielleicht noch jeden Monat pflichtschuldig die Hinz und Kunzt ohne sie jedoch zu lesen (was ich nur jedem empfehlen kann, denn das ist eine wirklich gute Zeitung).
Es kann einfach nicht sein, das wir Menschen vertreiben, nur weil sie anders sind, weil sie unser Empfinden stören, warum auch immer. Auch diese Menschen haben eine Würde, was Herr Schreiber wohl offensichtlich irgendwie vergessen hat.
Das es zu wenig Plätze gibt, das das Winternotprogramm mal wieder eher dürftig ausfällt, das Menschen in dieser Stadt erfrieren könnten, das ist die viel wichtigere Baustelle, für die man das viele Steuergeld besser hätte verwenden können.
Allerdings sollte man sich auch davor hüten, jeden zwangsrückführen zu wollen. Es gehört auch zum Respekt, zu akzeptieren, das jemand in die sog. bürgerliche Welt vielleicht gar nicht zurück will.
Ich fürchte ja fast, das als nächstes die Kennedy-Brücke dran ist, die auch in den Bezirk des Herrn Schreibers fällt und wo ja so viele Touristen in den Alsterschiffen an den Obdachlosen vorbeischippern.
Aber auch das ist Hamburg. Hamburg ist nicht nur Hafencity und Elbphilharmonie. Gott sei Dank!
Lasst uns den Zaun abreissen, das hat doch in Deutschland Tradition.
Auf mündige Bürger, zu einem Flashmob!
Der Zaun muss sofort von den verantwortlichen MACHERN abgerissen werden.
@Blitzner
Na die haben ihn ja erst aufgestellt, die werden ihn wohl kaum wieder abreißen… Ich hoffe wirklich, dass das Andere übernehmen. Das ist echt das Allerletzte, “sozialdemokratische” Politik repräsentiert die SPD schon lange nicht mehr.
hätte man das geld den obdachlosen gegeben, bräuchten sie die brücke, und er feine herr den zaun nicht.
Als 1978 in Hamburg von Seiten der einschlägig bekannten Besitzständlern gefordert wurde, dass das Kreischen und Geschrei von kleinen Kindern unterbunden werden müsse, wurde mein Leserbrief im Hamburger Abendblatt abgedruckt, in dem ich vorschlug, mittels eines mit 18m hohen Natodraht bewährten Zaunes die Insel Scharhörn zu umzäunen, um dort die Schreihälse und “kreischenden Schrei- und Kackmaschinen” zu entsorgen und unsere Schönen, unsere Edlen und unsere Neuen Herrschaften vom Stamme der Scheuerls & Co. vor dieser unzumutbaren Unbill zu bewahren, erntete ich keine Freunde, sondern fast schon handgreifliche Hasstiraden aus den Elbufer- und Walddörferregionen.
Heute möchte ich empfehlen, dass der Hamburger Senat endlich einmal durchgreift und die Endlösung der Obdachlosenfrage in Angriff nimmt und dafür sorgt, dass die Angehörigen des Abyss in Hamburg endlich aus der Stadt hinaus gebracht und irgendwo in den relativ menschenleeren Regionen der Priegnitz verwahrt zu werden. Es gibt dort noch so viele Leerstände alter russicher Kasernen u.a. Behausungen, die mittels Besiedelung mit diesen humanoiden Störfaktoren aus der Freien und Hansestadt der Protz-, Pomp- und Gloriaeliten endlich wieder einem wohl vermittels überhöhter Mietzahlungen an die einschlägigen Investoren sinnvollen Verwendungszweck zugeführt werden können.
Diese Nachricht ist mit einer absichtlichen Bösartigkeit und Menschenfeindlichkeit formuliert, um der geistig-moralischen Verfassung der Hamburger Eliten und deren bürokratischeN HANDLANGERN und PRÄTORIANERN in unzweideutiger Weise den Spiegel vor ihre Visagen zu halten, wie das einst ein gewisser Till Eulenspiegel tat.
Dieses Hamburg im Jahre 2011 scheint sich wieder zu dem Hamburg zu verwandeln, in dem der Henker von Barmbek im Auftrag und im Namen einer gleich gearteten Bestitzstandelite schon einmal sein Werk vollbracht hat, dass der gleichen Ordnungs- und Rechtsvorstellung entsprach, die einen Herr Markus Schreiber und seine Bürokraten heute schon wieder auszeichnet.
Die Neuen Nazis treiben schon wieder ihr Unwesen mitten unter uns. Wir sind gewarnt und wir sollten jetzt in den Widerstand gehen, um diesen Umtrieben die Spitze zu brechen. Im Schlangenei Hamburg wird schon wieder eine höchst gefährliche und bedrohlich Viper heran gezogen. Zerbrechen wir also dieses Ei bevor die neue Naziviper schlüpft. (Quelle des Gedankens: Das Schlangenei, Ingmar Bergman)
Wie wär s mit Paar kurzen Protestbriefchen an die Pressestelle?
Ich finde solche Maßnahmen inakzeptabel und ich hoffe doch sehr auf eine klare und deutliche Reaktion von Herrn Scholz!
Zu jeder Großstadt gehören Obdachlose und jeder Cent wäre es wert, deren Lage zu verbessern.
Hamburg ist offensichtlich nicht selbstbewußt genug, sich seinen Touristen als die Stadt zu präsentieren, die es ist!
Und derzeit ist es eine Stadt mit nicht nur einer verkorksten Wohnungspolitik, die gerade das Problem der Obdachlosigkeit noch prekärer werden läßt.., Hamburg ist auch eine Stadt, die den eigenen Bockmist wohlfein unter’n Teppich kehren möchte!
Ich finde es blamabel für diese Stadt, die doch als wohlhabend gilt, derart unsozial zu agieren.
Obdachlose sollen versteckt werden; man soll nicht sehen, daß es sie gibt.
Dann, liebe Stadtväter, schafft endlich Voraussetzungen, daß niemand mehr auf der Straße leben MUSS!!
Investiert wieder mehr in sozialen Wohnungsbau… – denn in einer Elbphilharmonie kann keiner wohnen!!
Es ist an der Zeit, daß wieder SOZIAL-Politik betrieben wird. Herr Scholz, bitte setzen Sie ein Zeichen!
Geben Sie mehr Geld aus für die MENSCHEN Hamburgs anstatt für Prestigeobjekte und Unnützdinge wie diesen Zaun, der schon einen makabren Charakter hat!
Seien Sie ein SOZIAL-Demokrat!
Vielen Dank.
Zitat:
“Und es wäre schön wenn wir das ohne Stimmungsmache, auch parteipolitische Stimmungsmache tun könnten.”
Achtung. Klaus Lübke ist ein SPD-Mann. Er schreibt hier, weil hier was gegen einen anderen SPDler geschrieben wurde. Er hat nur Parteipolitik im Sinn.
kann man den Zaun nicht Ciurcus Krone schenken als ein Gastgeschenk ? Lg von der Elbinsel hier wird grad auch soviel Geld verbrannt ( IBA IGS ) werner wer sonst
SPD Hamburg-Mitte. Einfach unheimlich.
diese machenschaften kommen doch bekannt vor…kaiserreich,drittes reich.wer nicht in´s bild passte,wurde ..gecanzelt.war..nicht´s.
wie war das?raum..in der kleisten hütte..stadt?
Sehr geehrter Herr Schreiber,
mir der verschwendung von
118.000,00 € Steuergeld für den Bau eines Zaunes, der Obdachlose vertreiben soll haben sie Mir keinen gefallen getan.
ICh zahle als Selbstständiger Monatlich hohe Steuerbeträge, die meine Mitarbeiter und ich hart erarbeiten.
Z.B in etwa 120.000,00€ Mwst.
Wenn ich mir vorstelle, das die dafür verwendet wurden schäme ich mich arbeiten zu gehen.
Ausserdem frage ich mich wie das Vergabeverfahren für diese Bauleistung
gelaufen ist.
Ich hätte Ihnen den Zaun für weiniger als die Hälfte bauen können. Hätte die Anfrage allerdings aus moralischen Gründen abgelehnt.
Mit freundlichen Grüßen
Das Geld was für den Zaun ausgegeben worden ist,hätte Herr Schreiber Hinz und Kunzt spenden sollen, es ist eine frechheit wie mit unseren Steuerngelder rumgeaast wird.
Was wird noch alles passieren?
armes Deutschland schande!
Ich bin auch selbstständig in der Baubranche und kann meinem Vorsprecher nur von vorne bis hinten Recht geben !!!!!
Mir langt es schon lange das hier die von uns erarbeiteten Steuergelder mit beiden Händen für Unsinn oder in diesem Fall noch schlimmer um die Ärmsten unter uns zu Schädigen ! UNFASSBAR !
Dieser Zaun ist eine unglaubliche Sauerei und passt nicht in unser Hamburg! Wo sollen die Leute denn hin? Das Geld hätte man für Unterkünfte ausgeben sollen oder es den Leuten direkt in die Hand drücken. Meine Solidarität gilt den Obdachlosen und das werde ich auch zeigen. Pfui Teufel Herr Schreiber! Die große, schöne Wohnung die sie haben. die haben sie nicht verdient!
Thomas Schütt (Journalist)
Moin, moin an die Gemeinde und an den Hamburger Senat !
Herr Scholz, jetzt können Sie punkten. Stellen Sie kurzfristig – noch für den bevorstehenden Winter – Unterkünfte für die Obdachlosen zur Verfügung. Unabhängig von der Haushaltspolitik von Politikern, die mit Geld nicht umgehen können, ist die Stadt Hamburg aufgrund ihrer Steuereinnahmen eine “reiche” Stadt. Schaffen es Sozialdemokraten immer noch nicht, soziale Politik für die Menschen zu gestalten, die unsere Hilfe benötigen?
Nicht unsere Gesellschaft oder der Staat für sich gesehen, aber unsere Politiker schaffen es immer wieder, für Pleiten, Pech und Pannen zu sorgen. Das sie es nicht besser können, möchte ich ihnen gar nicht unterstellen; vielmehr muss der Betrachter den Eindruck gewinnen, wir werden (politisch) bewußt in eine Ecke gedrängt!? Wo das enden kann, hat sich leider in der Weimarer Zeit gezeigt. Unsere Politker scheinen in der Schule nicht aufgepaßt zu haben. Ludwig Erhard – der Vater der Sozialen Marktwirtschaft – wäre entsetzt und erstaunt zugleich, was unsere Politik aus seinem für die Gesellschaft u. a. entwickelten Sozialstaatprinzip vera(u)nstaltet hat.
M f G
Den Meinungen der meisten hier kann ich mich nur anschließen, dass diese Aktion unter der Brücke an der Helgoländer Allee von Herrn Markus Schreiber & Co. an unmenschlichem und asozialem Verhalten nur so strotzt.
Auch, dass dieser Mensch lieber abdanken soll als weitere unmenschliche Ideen zu realisieren, wäre zumindest existenziell für die Ärmsten der Armen sicher besser.
Doch ich frage mich, wie es soweit kommen konnte. War das eine Nacht- und Nebelaktion?
Zuerst wird doch eine Idee, ein Plan, eine Vorlage im City-Ausschuss der Bezirksversammlung beraten und anschließend abgestimmt, oder?
Herr Schreiber hat wohl scheinbar die Verantwortung das Beschlossene in die Tat umsetzen zu lassen, doch er ist doch nur ein Teil des Auschusses. Alle, die mit “Ja” gestimmt haben, sollten dafür verantwortlich gemacht werden.
Nun ist jedoch das Kind bereits in den Brunnen gefallen, die Frage ist doch jetzt, wie man helfen kann ohne weitere Steuergelder zu verprassen. Keinem Obdachlosen ist geholfen, wenn wir jetzt Demos veranstalten, wo z.B. gesonderte Polizeieinsätze nötig sind, weil das Ganze evtl. zu eskalieren droht. Es ist eine Schweinerei, keine Frage, doch nicht wirklich eine Lösung, oder?
Den Vorschlag, dass Markus Schreiber & Co. selbst den Zaun wieder abbauen und auch die Entfernung der Felsbrocken aus eigener Tasche finanziert, finde ich gut, denn nur zurücktreten, wenn man etwas verbockt hat, wäre doch zu einfach.
Auch der Vorschlag, dass man mit 118.000 € viel Wohnraum hätte schaffen können wurde scheinbar im Ausschuss gar nicht erst in Erwägung gezogen.
Der Mensch sollte die Chance haben aus seinen Fehlern zu lernen und nicht weiter mit seinem Programm “Vertreibung der Obdachlosen” durchkommen.
Nachahmungswert finde ich es , was einige hier mit Ihren solidarischen Aktionen bereits in Gang gebracht haben, doch bitte bleibt friedlich und verursacht keine weiteren Kosten!
Dem Herrn Schreiber und allen anderen verantwortlichen Volksvertretern, die nie erfahren oder vergessen haben, wie es ist arm und mittellos zu sein und diskriminiert zu werden, empfehle ich eine Zeit lang so zu leben um in Zukunft bisherige Entscheidungen nicht mehr zu fällen und sich an ihrem Arbeitsprogramm und Leitfaden zu halten, worin u.a. steht, dass sie “… unsere Stadt wieder stark und solidarisch machen und dabei mit allen Kräften in der Stadt zusammenarbeiten wollen, die Wohlstand und Lebensqualität und die Chance für jede und jeden bietet, das Leben selbst in die Hand zu nehmen,. … ” siehe http://www.hamburg.de/contentblob/2867926/data/download-arbeitsprogramm-10-mai-2011.pdf — das wird doch wirklich nicht so zu verstehen sein, dass sie mit solchen Aktionen wirklich unser Solidaritäsempfinden fördern, weiterhin Gelder für unsoziale Projekte verschwenden und unser Mensch sein uns selbst überlassen wollen.
Stefanie 43
der zaun … leider ein wieder sehr anfassbares praxisbeispiel aus der reihe “kapitalismus als störung von hirn, herz und seele”.
nebenbei bemerkt: auch die Bahn AG schaft bänke weg und sitz-schalen an, damit menschen im bahnhof nicht schlafen können….
…bin heute daran vorbei gefahren und konnte diese unmenschlichkeit einfach nicht fassen….
Die Aufwendungen für Polizeieinsätze bei Demonstrationen sind ja wohl Teil des Schadens, den Hr. Schreiber angerichtet hat!
Wer wissen will, wie es Obdachlosen in Deutschland geht, warum sie auf der Strasse oft besser aufgehoben sind als in Alibi-Unterkünften, dem empfehle ich Günter Wallraffs Recherchefilm http://www.youtube.com/watch?v=kLVScvzSu3U
@Stefanie: Ich stimme absolut zu – nur in einem Punkt muss ich massiv widersprechen:
“Keinem Obdachlosen ist geholfen, wenn wir jetzt Demos veranstalten, wo z. B. gesonderte Polizeieinsätze nötig sind, weil das Ganze evtl. zu eskalieren droht. Es ist eine Schweinerei, keine Frage, doch nicht wirklich eine Lösung, oder?”
Da “Herr” Schreiber nach eigenen Aussagen schon im Vorfeld damit gerechnet hat, auf Widerstand zu treffen (Mopo), wird er nicht nur die bereits entstandenen Kosten zu verantworten haben, sondern auch alle Folgekosten. Immerhin rechnet er ja so gern (wenn auch offensichtlich nicht richtig).
Jede Demo, Kundgebung etc. wird von Polizeieinsätzen begleitet. Ich war von Freitag bis Sonntag jeden Tag/Abend mit einigen Leuten dort, und selbst auf der Minikundgebung am Sonntag waren “Ordnungshüter” zugegen. Und da es unser verbrieftes Recht ist, demonstrieren zu dürfen, sollte man dieses Recht auch in voller Breite ausschöpfen – natürlich friedlich, aber eben auch laut und massiv. Obdachlose haben nun einmal keine Lobby, und wenn ich mich in den Wald stelle und leise vor mich hinmurmel, wird sich der “Volksvertreter” Schreiber allerhöchstens ins Fäustchen lachen. Wenn jeden Tag oder jedes Wochenende gewaltige Demos stattfänden, muss er früher oder später einen Rückzieher machen – weil eben gerade die dadurch verursachten Mehrkosten irgendwann direkt auf ihn zurückfallen werden. Die Mehrkosten hat allerdings, wie auch bereits von “reflexxxer” erwähnt, ausschließlich “Herr” Schreiber zu verantworten und auch zu tragen (vielleicht noch die Genossen/Genossinnen, die ihm zugestimmt haben). Der von ihm so gern hervorgeholte “kleine Mann” (oder eben auch die “kleine Frau”, die er meist übersieht …) hat schließlich auch für verursachte Schäden oder dergleichen zu haften. Und in diesem Fall handelt es sich ja noch dazu und grundsätzlich schon einmal um diverse Verstöße gegen die elementaren Menschrechte und das Grundgesetz. “Herr” Schreiber wird den Gesetzen und verabschiedeten Erklärungen meines Wissens auch unterliegen (auch wenn er es offensichtlich anders sieht) …
Da ich nur einen kurzen Fußmarsch entfernt direkt auf St. Pauli lebe und arbeite (unmittelbare “Anwohner” gibt es an der Brücke bekanntlich nicht, obwohl “Herr” Schreiber in seinem Wahn dort ja welche auszumachen versucht und sich einige ewig Gestrige als Anwohner auszugeben versuchen …) werde ich es jedenfalls nicht hinnehmen, dass unsere Stadt zu einem Horrorszenario in Sachen Ausgrenzung, Verdrängung, Rassismus und braunem Gedankengut gemacht wird.
Was ich allerdings befürchte: Aus Mangel an Lobby wird der Widerstand gegen den Zaun bald abebben. Einmal abgesehen von der gewaltigen Demo am Freitag (Kompliment an die Organisatoren, den Veranstalter höchstselbst und die Fangruppen des FC St. Pauli – bitte unbedingt mehr davon!) waren die Aktionen am Samstag und Sonntag quantitativ (keinesfalls qualitativ!) doch eher “mager”, was den Zuspruch angeht. Zwar waren auch dort weit mehr Leute zugegen, als in der hiesigen Presse dargestellt, aber ob das reicht?
Eine interessante Randerscheinung, die ich Samstag und Sonntag beobachten durfte: Viele Touristen, die ja durch den Zaun “geschützt” werden sollten, werden Hamburg nach eigenen Aussagen fortan den Rücken kehren und hier keinen Urlaub mehr machen. Insbesondere ausländische Besucher waren schockiert, welche Verhältnisse inzwischen wieder in Deutschland herrschen. Und ganz nebenbei sehe ich darin das Hauptproblem: Es kann doch nicht wahr sein, dass ausgerechnet die SPD (nicht nur durch diese Zaunaktion) nationalsozialistisches Gedankengut und ebensolche Aktivitäten ausgerechnet in Hamburg etablieren will. Schließlich wurden auch damals Minderheiten, und eben auch Obdachlose, ausgegrenzt und später gar “vernichtet”. Die “Verschwendung von Steuergeldern” ist für mich daher nur eine Nebenerscheinung, denn die werden ohnehin permanent verschwendet.
Solche Zäune haben jedenfalls einen wahrlich bitteren Beigeschmack – garniert mit einer widerlich braunen Einfärbung (ideologisch betrachtet) …
Ich habe eine Gute Nachricht! Habe diesen Link an Extra 3 Geschickt, die haben jetzt geantwortet, dass sie darüber in Ihrer nächsten Sendung berichten werden. Also, Mittwoch, 22:50 Extra3 gucken!
Ergänzung:
Tja, die Stadt hat alles entfernt – die Blumen, die Kränze, die Kerzen, die Plakate und Zettel – alles, nur den Zaun nicht. Vorhin waren Räumkolonnen der Stadtreinigung vor Ort (natürlich wieder unter Polizeischutz …) und haben den Protest mal eben unter den “Teppich” gekehrt.
Zitat Springerpresse (Hamburger Abendblatt): “Wir haben mit Protest gerechnet”, sagte ein Sprecher des Bezirksamts Mitte am Vormittag vor Ort. “Nicht gerechnet haben wir mit der Unsachlichkeit der Reaktion!”
Mal wieder nur ein “Sprecher” …
So, so. Die Reaktion war also “unsachlich”. Sachlicher war es ganz sicher, einen Zaun zu errichten, um Obdachlose zu vertreiben …
Man sollte einen Zaun vor Herr Schreibers Tür bauen!
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/videos/extradrei753.html
Jetzt schlafen da obdachlose aus Osteuropa. Super Sache.
das die obdachlosen von der kersten miles brücke vertrieben werden sollen..war seit dem frühjahr 2011 bekannt.das kam im radio.darauf hin hab´ich alles gefilmt.mit den obdachlosen…den deckeln der bunker.den stein flächen und dem zaun.
gut:der zaun ist weg.und nun?jemand sollte dort regelmäßig aufklaren..dann gibt es sicher keinen streit mehr.
suche bei yt:kersten miles brücke…
und einvorschlag zur güte..:markus schreiber nach harburg oder bergedorf versetzen…zum nachdenken.und sein windiger sprecher-den sollte er mitnehmen!
Der Zaun ist doch kein Problem.
Er ist sogar nuetzlich:
Die Menschen werden sich eine Saege beschaffen, und den Zaun an einer Stelle oeffnen. Den Rest mit alter Folie verhaengt, und dann kann man gemuetlich hinter dem Zaun schlafen, und es zieht dann auch nicht mehr so, dem Zaun und der alten Folie sei Dank.
Wenn genug Menschen ein gemeinsames Ziel haben, lassen sie sich nicht durch Zaeune stoppen.
Es haette auch keine Wiedervereinigung gegeben, wenn die Menschen sich durch die Angst vor der Stasi haben stoppen lassen.
Was hat ein Berber zu verlieren, der im Winter einen Zaun zersaegt? Sahbeschaedigung Straftat.
Na und wird er sich sagen, wenn ich erwischt werde erwartet mich eine Warme Zelle und Vollpension bis zum Sommer. Wenn nicht, dann schlafe ich eben hier.
Jannis Joplin sang mal “Freedom is just a another word for nothing left to loose”.