Online-Petition

Bereits mehr als 25.000 Unterschriften gesammelt

Mehr als 25.000 Menschen haben unsere Online-Petition binnen eines Tages schon unterschrieben. Hinz&Kunzt fordert darin die Öffnung des Winternotprogramms auch tagsüber. Sozialbehörde hat in erster Reaktion ein Gespräch angeboten.  

petition-schreenshotDamit haben wir nicht gerechnet: Unsere Online-Petition haben schon nach nur einem Tag mehr als 25.000 Menschen unterschrieben!

Hinz&Kunzt-Sozialarbeiter Stephan Karrenbauer hatte den Aufruf zur
Tagesöffnung des Winternotprogramms erst am Mittwoch gestartet. Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) wird darin aufgefordert, Obdachlose nicht bei Dauerfrost, eiskaltem Wind, Schneegestöber oder Starkregen vor die Tür setzen. „In der Beratung erlebe ich erschöpfte und kranke Menschen, die nicht zur Ruhe kommen. Sie müssen sich den ganzen Tag über irgendwo herumdrücken, bis sie abends wieder zurück dürfen“, so Karrenbauer.

In einer ersten Reaktion bot die Sozialbehörde Hinz&Kunzt einen Gesprächstermin an – allerdings erst für kommenden Mittwoch. Konkrete Änderungen wurden seitens der Sozialbehörde noch nicht in Aussicht gestellt.  Zu dem Termin mit Melanie Leonhard will Hinz&Kunzt auch die bis dahin gesammelten Unterschriften der Online-Petition übergeben. Jede Stimme zählt!

Die Bürgerschaftsfraktion Die Linke hat unterdessen ebenfalls eine Tagesöffnung des Winternotprogramms gefordert. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum Obdachlose jeden Morgen wieder in die Kälte geschickt werden. Die tiefen Temperaturen sind nicht nur nachts, sondern auch tagsüber für Leib und Leben eine Gefahr“, erklärte dazu Cansu Özdemir, Vorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der Fraktion.

Ausgewählte Kommentare von Online-Petition-Unterstützern 

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Hinz&Kunzt freut sich sehr die große Unterstützung. Wovon wir uns ausdrücklich distanzieren ist, das einige Menschen in den Kommentaren meinen, sie müssten „unsere deutschen Obdachlosen“ gegen Flüchtlinge ausspielen. Wir setzen uns für alle Menschen ein, die in Hamburg auf der Straße leben müssen – unabhängig von Nationalität, Geschlecht und Alter. Rechte Hetze und rassistische Sprüche haben in einer Petition, die sich für die Menschenwürde einsetzt, überhaupt nichts verloren.

Bitte unterstützen Sie weiterhin unsere Online-Petition zur Öffnung des Winternotprogramms auch tagsüber.

Text: Simone Deckner
Screenshot: Change.org

Hier ist der Link zu Petition:
https://www.change.org/winternotprogramm

8 Kommentare zu “Bereits mehr als 25.000 Unterschriften gesammelt

  1. Tagsüber sind die Türen verschlossen. Willst du als obdachloser Mensch ein bisschen Wärme im Winter? Eine Möglichkeit sich aufzuwärmen? Dann stehst du vor verschlossener Tür. Ja, es gibt das Winternotprogramm. Leider nur Nachts. Tagsüber bleiben die Türen zu. Es ist grausam und gemein Menschen bei Tageslicht frieren zu lassen. Auch am helligen Tag kann ein Mensch bei Minusgraden erfrieren. Das hat nichts mit der Tageszeit zu tun. Es ist kalt, kalt, kalt. Menschen frieren, frieren, frieren . Öffnet die Türen für diese Menschen. Handelt einfach menschlich.

  2. Ein Kommentar ist wohl kaum nötig. Es ist draußen bitterkalt, unser einer hält es kaum eine Stunde in dem kalten Wind und Minusgraden aus! Macht die Türen auf! Denkt menschlich!

  3. Es ist notwendig dass wir uns auf die Armut im eigenen Land besinnen, die wärend der Flüchtlingswelle kaum noch wahr genommen wird. Diese Menschen bedürfen unserer Unterstützung und dürfen nicht vergessen werden. Der Wert einer Gesellschaft zeigt sich, wie mit den Ärmsten vor der eigenen Haustür umgegangen wird.

  4. Gratulation Herr Karrenbauer,

    Mit ihrer Petition haben Sie es erfolgreich geschafft, stolze Deutsche, die auf einmal pro deutsche Obdachlose sind, gegen die „asylschmarotzenden“ Flüchtlinge auszuspielen. Herzlichen Glückwunsch für dieses unbedachte Vorgehen. Mindestens ein Drittel der Unterschriften kommt von rechten Stimmungsmachern, die wohl keine Vorstellung davon haben, wie multikulturell die Herkunftsstruktur von Obdachlosen in Hamburg ist.

    Mal eine alternative Auswahl der Kommentare von change.org (Übrigens eine Auswahl, für die ich mich nicht seitenlang durch die Kommentarseiten suchen musste, denn sie gehören zu den meist-gelikten Kommentaren:

    „Es ist schon erstaunlich in Deutschland, für alles und jeden ist Geld vorhanden (Banken, Griechenland, Flüchtlinge usw.), nur wenn es um die eigene Bevölkerung geht, wie Rentner, H4-Empfänger oder Obdachlose, dann wird ein Sparprogramm aufgelegt“

    „weil den Obdachlosen genauso viel zusteht wie den Flüchtlingen.
    Was für irrsinnge Gründe von dieser hartherzigen Frau Senatorin“

    „Tiere werden besser behandelt als diese armen Menschen die sowieso alles verloren haben. Macht das mal mit Flüchtlingen da wäre bei den Teddyverteiler ein riesen Aufstand“

    „Für andere (Neuankömmlinge) wird auch alles menschenmögliche getan, warum nicht also für die Obdachlosen das nötigste tun.“

    „Ich erwarte. dass Obdachlose auch ein Recht auf Wärme haben. Sie sind Menschen. Wenn Sie so mit Flüchtlingen umgehen, wird es einen Sturm der Entrüstung geben.“

    „Wir müssen uns auch um die eigenen Leute kümmern“

    „weil ich die Idee gut finde. Ausserdem gibt es nur sehr wenige Initiativen für bedürftige deutsche Menschen. “

    „..es unverhältnismäßig und unmenschlich ist, Obdachlose tagsüber vor die Tür zu setzen. Mit den Asylbewerbern tut man das schließlich auch nicht!
    Schämt Euch, Ihr Politiker! Ihr habt geschworen dem deutschen Volk zu dienen…“

    „Dem Menschen sollte geholfen werden. Weil sie keine Schmarotzer sind.“

    „Es wird so viel Geld für Migranten ausgegeben, um diesen Menschen ein Dach über dem Kopf bieten zu können. Diese Leute werden rund um die Uhr versorgt…
    Weshalb wird den ärmsten der Armen aus UNSERER Gesellschaft nicht die gleiche Hilfe zuteil, wie diesen Flüchtlingen?
    Das ist eine Schande für unser Land und eine schallende Ohrfeige für unsere Bedürftigen. “

    „Uns sind die Obdachlosen in HH auch aufgefallen. Wir haben da nur gedacht: Für Refugees wird so viel getan. Warum hilft niemand den Obdachlosen?“
    —————————————————————————————

    AFD-Mitgliedsantrag schon in den Briefkasten geflattert, Herr Karrenbauer?
    Dümmer geht echt kaum, für jemanden der sich so lautstark für die Rechte von Entrechteten einsetzt.

    Um Stellungnahme wird gebeten…

  5. Guten Tag, Herr Hans-Jürgen Deutschtum –
    wir haben zwar schon mehrmals Stellung zum Thema genommen (siehe hier: https://www.change.org/p/sozialsenatorin-melanie-leonhard-winternotprogramm-f%C3%BCr-obdachlose-auch-tags%C3%BCber-%C3%B6ffnen/u/14869426 oder auch hier https://www.hinzundkunzt.de/wir-muessen-das-hinkriegen-fuer-alle/), aber wir wiederholen es an dieser Stelle auch noch einmal gerne. Wir finden es unerträglich und distanzieren uns von all jenen die meinen, sie müssten „unsere Obdachlose“ gegen Flüchtlinge ausspielen. Zudem löschen wir und Change.org regelmäßig dergleichen Kommentare. Viele Grüße, Simone Deckner (Online-Redaktion)

  6. Die Tageslosung: „Was Du nicht willst, was man Dir tu` das füg auch keinem anderen zu“ von Frau Leonhards FB Seite gilt hoffentlich auch für Hamburgs Obdachlose!

  7. wo löschen sie denn die Kommentare bei change.org?
    Ich finde da noch alle Kommentare die die Situation der Obdachlosen mit denen der Flüchtlinge vergleichen?

    Das ist und bleibt bescheuert…. Null Fähigkeit zur Selbstkritik bei Hinz und kunzt.

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