Rübenkamp

Leerstand lohnt sich nicht

Mehr als 20 Wohnungen müssen nach jahrelangem Leerstand wieder vermietet werden. Nachdem Hinz&Kunzt die ungenutzten Wohnungen im Leerstands-Adventskalender anprangerte, schritt das Bezirksamt ein und verhängte eine Geldstrafe gegen den Eigentümer.

Ruebenkamp
Die Wohnungen im Rübenkamp sollten schon bald zur Vermietung angeboten werden.

Jahrelang standen nahe der S-Bahn-Station Alte Wöhr mehrere Häuser leer. Wohnungssuchende können sich jetzt freuen. Das Bezirksamt Nord fordert den Eigentümer auf, die Wohnungen „sehr schnell“ wieder auf dem Wohnungsmarkt anzubieten.

Bereits seit 2012 sind die leer stehenden Häusern im Rübenkamp 80, 80 a-c und Grögersweg 9 im Leerstandsmelder.org verzeichnet. Trotzdem passierte lange Zeit nichts. Vor drei Monaten allerdings teilte das Bezirksamt auf Hinz&Kunzt-Nachfrage mit, dass man die denkmalgeschützten Siedlungsbauten aus den 1920er Jahre der „zuständigen Behörde als leerstehend gemeldet“ habe. Es werde geprüft, ob eine Nutzung für Flüchtlinge möglich sei.

Zugleich erhöhte das Bezirksamt den Druck auf die Eigentümer. Man habe ein Wohnnutzungsgebot angeordnet, verbunden mit einem Gebührenbescheid um 29.000 Euro, teilt Kerstin Graupner, Sprecherin der behördliche Koordinierungsstelle für Flüchtlinge, mit. Eine Belegung mit bestimmten Gruppen wie Flüchtlingen könne nicht angeordnet werden. Aber: „Die Eigentümer müssen die Wohnungen jetzt sehr schnell dem freien Wohnungsmarkt wieder zur Verfügung stellen.“

Text und Foto: Jonas Füllner

2 Kommentare zu “Leerstand lohnt sich nicht

  1. Seit dieser Woche steht ein großes Verkaufsschild von Grossmann & Berger vor der Tür, wo mann sich als Kaufinteressent für Eigentumswohnungen vormerken lassen kann.
    Die ersten Wohnungen standen schon seit ca. 2008 leer.

  2. … ah ja noch eins. Das zuständige Amt wusste auch schon bereits seit ca. 2010 über den Leerstand bescheid. Aber Behörden funktionieren erst, wenn sie DRUCK von aussen bekommen. Die Mühlen mahlen halt langsam bei den Genossen!!! Selbst ein aktiver SPD Abgeortneter aus Barmbek (Mitglied der hamburger Bürgerschaft mit Laden-Büro in in der Fuhle) hat sich nicht um die Angelegenheit gekümmert. Der wurde von meiner Familie auch nicht wieder gewählt.

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