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Hungerlöhne bedeuten Armutsrenten

29. August 2011 | Von | Kategorie: 2011: Hinz&Kunzt-Ausgaben 215–226, Archiv, Hinz&Kunzt 223/September 2011

Die Zahlen des Monats

(aus Hinz&Kunzt 223/September 2011)

Mindestens

10

Euro die Stunde muss ein Arbeitnehmer verdienen, um im Alter eine Rente oberhalb der Armutsgrenze zu beziehen. Das ergibt sich aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage
der Linkspartei. Angenommen wurden 45 Jahre Arbeit in einem Vollzeitjob bei einer 38,5-Stunden-Woche. Nach heutigem Recht hat Anspruch auf ergänzende Hilfe vom Staat, wer

684

Euro oder weniger Rente im Monat bekommt.

In den kommenden Jahrzehnten droht Altersarmut zu einem Massenphänomen zu werden:
Nach Berechnungen der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung arbeiteten 2009

5

Millionen Menschen in Deutschland für einen Stundenlohn von 8,50 Euro oder weniger.

Sie sind Verlierer selbst in Zeiten des Aufschwungs: Laut einer Studie des Deutschen Instituts für
Wirtschaftsforschung sind die Nettolöhne von Geringverdienern zwischen 2000 und 2010 um bis zu

22%

gesunken.

Text: Ulrich Jonas

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