Hinz&Kunzt ist nicht jedes Mittel recht, um auf Obdachlosigkeit in Hamburg aufmerksam zu machen.

***Pressemitteilung*** vom 27. Februar 2013

Hinter der Internetseite „Initiative Sauberes Hamburg“ steckt Farbflut Entertainment. Die Hamburger Spielefirma, die auch das Online-Rollenspiel „Pennergame“ betreibt, bezeichnet ihre Initiative als „Satire“, mit der sie „die Probleme der Menschen am Rande unserer Gesellschaft in den Fokus rücken“ wolle.

Dazu sagt Hinz&Kunzt-Sozialarbeiter Stephan Karrenbauer: „Diese Satire war und ist geschmacklos. Uns ist nicht jedes Mittel recht, um auf Obdachlosigkeit in Hamburg aufmerksam zu machen. Ich gehe davon aus, dass Farbflut Entertainment versucht, mit dieser Folgeaktion zum „Pennergame“ neue Spieler zu gewinnen, um mehr Profit zu machen. Dabei scheinen die Macher sich wieder nicht vor diffamierenden und hetzerischen Äußerungen zu scheuen, wie wir sie schon aus dem „Pennergame“ kennen. Denen geht es um Profit und nicht um eine echte Auseinandersetzung.
Das Thema Obdachlosigkeit ist in den Köpfen von vielen Politikern und Hamburgern. Alle, die ernsthaft an Lösungswegen interessiert sind, setzen sich auch ernsthaft damit auseinander.“

Hinz&Kunzt kritisierte bereits im Dezember 2008 Aufbau und Formulierungen des „Pennergame“. Abgesehen von den Spielinhalten empfinden viele Obdachlose das Wort „Penner“ als Beleidigung. Darauf hatte Hinz&Kunzt die Spielemacher hingewiesen.

Das Onlinespiel warb und wirbt mit der Herausforderung: „Steige auf zum König der Penner!“ und dem Angebot: „Jetzt kostenlos obdachlos werden“. Im Verlauf des Spiels kann man sich als Obdachloser aus dem Elend befreien – durch Betteln, Musizieren oder Diebstahl.

Die Erfinder betonten damals gegenüber Hinz&Kunzt, ihr Spiel sei reine Simulation und absolut realitätsfern. Sie verwiesen außerdem darauf, sie würden ihre Spieler dazu aufrufen, für Obdachlose zu spenden. Hinz&Kunzt lehnte damals eine solche Spende von Farbflut Entertainmaint ab. Stephan Karrenbauer: „Wir wollen kein Geld von Leuten, die aus Marketinggründen zu Spenden aufrufen und damit letztlich doch nur selbst Profit machen wollen.“

Für mehr Informationen oder Fragen bitte Stephan Karrenbauer, Hinz&Kunzt gGmbH, Telefon 32 108 344, Mobil: 0179/745 98 62, Altstädter Twiete 1-5, 20095 Hamburg, stephan.karrenbauer@hinzundkunzt.de kontaktieren.

Die Berichterstattung von Hinz&Kunzt zum „Pennergame“ finden Sie unter www.hinzundkunzt.de, Suchwort: Pennergame

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