Hamburger Spendenparlament

Abstimmung gegen Armut

1000 Mal demokratisch und unbürokratisch gegen Armut, Obdachlosigkeit und Isolation in Hamburg: Die Spendenparlamentarier haben in ihrer 55. Sitzung mehr als 300.000 Euro an soziale Projekte vergeben. Sie unterstützen auch die Hilfe für Obdachlose, die im Winter in den Notschlafstellen unterkommen.

Wurde der Andrang vor der Notunterkunft in der Spaldingstraße zu groß, reichten auch die von der Hamburger Tafel zur Verfügung gestellten Lebensmittel im vergangenen Jahr oft nicht. In diesem Jahr hält der Förderverein für den Kauf von zusätzlichen Lebensmitteln 5000 Euro bereit, die das Hamburger Spendenparlament stiftet.
Wurde der Andrang vor der Notunterkunft in der Spaldingstraße zu groß, reichten auch die von der Hamburger Tafel zur Verfügung gestellten Lebensmittel im vergangenen Jahr oft nicht. In diesem Jahr hält der Förderverein für den Kauf von zusätzlichen Lebensmitteln 5000 Euro bereit, die das Hamburger Spendenparlament stiftet.

Schon zum tausendsten Mal haben die Mitglieder des Hamburger Spendenparlaments gegen Armut, Obdachlosigkeit und Isolation gestimmt. Bei ihrer 55. Sitzung vergaben sie mehr als 300.000 Euro an soziale Projekte in Hamburg – und knackten damit die Vorjahressumme. Nie war die Förderbilanz höher als 2013, teilte das Hamburger Spendenparlament mit: 67 Projekte werden in diesem Jahr mit rund 850.000 Euro unterstützt.

Das 1000. geförderte „Jubiläumsprojekt“: Der Kauf von Lebensmitteln für die Menschen, die in den städtischen Notunterkünften übernachten. Der „Förderverein Winternotprogramm für Obdachlose“ erhält 5000 Euro, um Essen und Getränke nachkaufen zu können, wenn der Ansturm auf das Winternotprogramm zu groß wird.

Nachhaltig gegen Obdachlosigkeit helfen die rund 3400 Parlamentarier mit der Förderung eines Projekts der „Kemenate“. Der Tagestreff für obdachlose Frauen will ein Projekt mit Übergangswohnungen starten, aus denen heraus die Frauen in eigene Wohnungen vermittelt werden sollen. Bis dahin rüstet das Team sich für den Winter, will Schlafsäcke und Isomatten für Frauen kaufen, die im Winter draußen schlafen. Das Spendenparlament hilft der Kemenate mit insgesamt 14.570 Euro.

Viele Initiativen wenden sich immer wieder an das Hamburger Spendenparlament, um Unterstützung beim Kampf gegen Armut zu bekommen. Auch Hinz&Kunzt haben die Parlamentarier schon mehrmals finanziell unter die Arme gegriffen – etwa bei der Anschaffung unseres Kleintransporters und der Renovierung des Vertriebsraums. So werden in der ganzen Stadt Projekte möglich, für die öffentliche Gelder oder Spenden nicht reichen. Die Bandbreite der in der Novembersitzung geförderten Projekte reicht vom Bau eines Kletterturms auf dem Abenteuerspielplatz Ottensen über die Anstellung einer Sozialpädagogin beim Verein Leuchtturm bis zur Gründung zweier Chöre für benachteiligte Kinder und Erwachsene in Bahrenfeld.

Abstimmung im Spendenparlament über Projektförderungen: unbürokratisch und demokratisch
Abstimmung im Spendenparlament über Projektförderungen: unbürokratisch und demokratisch

Ins Leben gerufen wurde das Hamburger Spendenparlament 1996 von Diakoniechef Dr. Stephan Reimers, der drei Jahre zuvor Hinz&Kunzt gegründet hatte. Er erhielt in der 55. Sitzung des Parlaments die erste Ehrenmitgliedschaft und Glückwünsche der Zweiten Hamburger Bürgermeisterin Dorothee Stapelfeldt.

Text: Beatrice Blank
Fotos: Mauricio Bustamante, Hamburger Spendenparlament

Eine Liste der geförderten Projekte der 55. Sitzung (11. November 2013) und des gesamten Jahres gibt es unter www.spendenparlament.de. Dort gibt es auch Informationen, wie man Parlamentarier wird oder Projektanträge stellen kann.

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