Zahlen des Monats

Gute Zeiten, schlechte Zeiten – was Schauspieler verdienen

(aus Hinz&Kunzt 235/September 2012)

75
Millionen US-Dollar, umgerechnet 61 Millionen Euro, verdiente US-Schauspieler Tom Cruise („Mission Impossible“)
im vergangenen Jahr – Platz 1 der bestbezahlten Schauspieler. Zum Vergleich: Til Schweiger,
deutscher Schauspieler, Regisseur und Produzent, bringt durchschnittlich 1,2 Millionen Euro pro Jahr nach Hause.

Doch die meisten der geschätzt 25.000 Schauspieler in Deutschland
können von solchen Gagen nur träumen. Nur mickrige

2
Prozent können laut ZAV-Künstlervermittlung von ihrem Beruf leben. Knapp 70 Prozent verdienen unter
30.000 Euro im Jahr und wissen oft nicht, wie sie die Miete zahlen sollen. Der Grund: Schauspieler arbeiten oftmals
nur wenige Wochen, müssen aber das ganze Jahr davon zehren. So gaben in einer Studie des Bundesverbands
der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS) 72,9 Prozent an, nur befristete Verträge zu haben.

50,7
Prozent waren im Untersuchungszeitraum weniger als sechs Monate beschäftigt und haben damit keinen
Anspruch auf Arbeitslosengeld I, müssen also direkt Hartz-IV beantragen. Zudem müssen freie Schauspieler selbst
Sozialbeiträge und Krankenversicherung abführen. Die Gagen langen kaum zum Überleben.
Apropos: Als Leiche im Tatort verdient man 150 Euro.

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