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Geschärfter Blick für Hamburgs Sorgenkinder

29. April 2010 | Von | Kategorie: 2008: Hinz&Kunzt-Ausgaben 179 – 190, Archiv, Hinz&Kunzt 186/August 2008

Verwahrloste Kinder liefern Schlagzeilen. Negative. Deshalb musste sich in Hamburgs Jugendämtern einiges ändern. Der dritte Teil unserer Serie

(aus Hinz&Kunzt 186/August 2008)

Stundenlang irren zwei Kleinkinder nur mit Windeln bekleidet durch das Phönixviertel in Harburg. Erst die Polizei holt sie von der Straße, und das Jugendamt … Stop! Halt! So wie einige Hamburger Zeitungen Anfang Juli ausführlich beschrieben, ist es nicht gewesen: „Es war ganz klar kein Fall von Kindesvernachlässigung“, heißt es aus dem Umfeld des Harburger Jugendamtes, das die Familie der Kinder betreut.

Die Kinder seien morgens aus der Wohnung ausgebüxt und schon einen Hauseingang weiter von Nachbarn eingesammelt worden. Dass der Vater seine Kinder auf einem Spielplatz sich selbst überlassen habe, sei ebenfalls frei erfunden. Auch, dass die Kinder ausgehungert gewirkt hätten, könne kaum stimmen: Die Familienhelferin habe am Abend zuvor die Kinder daheim versorgt.

Frank Keil

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