Weihnachtsfeier

Fünfzehn Sprachen, ein Fest

Mit mehr als 200 Verkäufern hat Hinz&Kunzt in der Barmbeker Bugenhagenkirche Weihnachten gefeiert – eine echte Multikultifeier mit Musik von Blues-Legende Abi Wallenstein. Plätzchen, ein festliches Essen, Geschenke und alles, was sonst dazu gehört, gab es natürlich auch.

In Englisch und Spanisch geht’s noch einigermaßen. „Merry Christmas!“, ruft Jens Ade. „Feliz Navidad!“ Dann wird’s schwierig. Der Hinz&Kunzt-Geschäftsführer will allen Verkäufern in ihrer Muttersprache frohe Weihnachten wünschen. „Wesołych Świąt! Crăciun fericit!“, bricht er sich auf Polnisch und Rumänisch einen ab. Insgesamt kämpft Ade sich durch 15 Sprachen – die Hinz&Künztler sind sichtlich gerührt. „Das ist nur eine kleine Geste“, sagt Hinz&Kunzt-Sozialarbeiter Stephan Karrenbauer. „Aber manchmal entscheiden die einfachen Dinge, ob Menschen sich respektiert fühlen.“

Festessen an langen Tafeln – inklusive Bedienung am Platz.

Mehr als 200 Hinz&Künztler haben sich zur Weihnachtsfeier in der Barmbeker Bugenhagenkirche versammelt. Der Saal ist mit Tannengrün, bunten Kugeln und Kerzen geschmückt. Oliver ist mit einigen Bekannten gekommen. Die Hinz&Kunzt-Feier gehört für ihn „zu Weihnachten einfach dazu“, wie er sagt. Die ganze Clique übernachtet zur Zeit im Winternotprogramm in der Spaldingstraße. „Als Highlight spielen wir da abends zusammen Rommé. Ich bin froh, dass wir jetzt mal rauskommen“, sagt Kerstin. Sie lässt sich wie ihr Mann Patrick Grünkohl und Kartoffeln, Kasseler und Kochwurst schmecken. „Das essen wir sehr gerne“, sagt Patrick lachend.

Es gab Grünkohl mit Kasseler und Kochwurst, soviel man mag.

Kibreab Wolde-Mikael freut sich, dass es allen schmeckt. Der 37-Jährige schmeißt mit seinen Kollegen aus der Abteilung für Verpackungseinkauf bei Beiersdorf den ganzen Abend. Schon im vergangenen Jahr hatten Beiersdorf-Mitarbeiter die Hinz&Kunzt-Weihnachtsfeier organisiert. Im Oktober fragte Wolde-Mikael seine Abteilung, wer mitmachen würde. „Die Kollegen waren Feuer und Flamme“, sagt er. „Schließlich kennt fast jeder von uns einen Hinz&Kunzt-Verkäufer von der Straße.“ In Arbeitsgruppen haben die Beiersdorfer Kekse gebacken, Geschenke akquiriert und den Saal geschmückt. Außerdem servieren sie den Hinz&Künztlern das Essen. „Ganz schön viel Arbeit“, sagt Wolde-Mikael. „Aber es macht ziemlich Spaß.“

Nach dem Essen wird gespielt: Der Hinz&Kunzt-Vertrieb hat ein Quiz vorbereitet, Vertriebsleiter Frank Belchhaus gibt den Showmaster. Seine Fragen haben es in sich: Welche Ausweisnummer hat der dienstälteste Hinz&Künztler? Welche Fußballnation war die bisher erfolgreichste bei Olympischen Spielen? Die Kandidaten sind mit vollem Einsatz dabei – und am Ende gewinnt der zweite Tisch, der sich „Team Harley“ genannt hat. Die Sieger jubeln.

Rockin' Blues & Boogie Woogie mit Abi Wallenstein & Band

Und dann betritt Blues-Legende Abi Wallenstein die Bühne. Hinz&Kunzt-Mitarbeiterin Isabel Schwartau hat ihn angefragt und freut sich riesig, dass er zugesagt hat. „Ich kenne den, seit ich laufen kann“, sagt sie und wippt schon bei den ersten Tönen mit. Für Abi Wallenstein selbst ist das Benefiz-Konzert keine große Sache: „Wir machen ja auch viel Straßenmusik“, sagt der 66-Jährige. „Hier ist der eine oder andere alte Bekannte dabei.“

Dito sitzt ganz vorne. „Du spielst so geil!“, ruft sie. Die 28-Jährige hat erst gestern ihren Hinz&Kunzt-Ausweis bekommen. „Es ist toll, was hier alles für uns gemacht wird“, sagt sie. „Es geht nichts über Live-Musik.“

Prall gefüllte Geschenktüten für die Hinz&Künztler

Nach dem letzten Song bekommt jeder Hinz&Künztler eine Geschenktüte in die Hand gedrückt – prall gefüllt mit Süßigkeiten, Handschuhen, Tabak. Auf der Bühne packt Abi Wallenstein seine Gitarre ein. Ob er sich auch auf Weihnachten freut? „Ich komme ja aus Israel, wo das Lichterfest Chanukka gefeiert wird“, sagt Wallenstein. „Aber ich feiere mit deutschen Freunden zusammen Weihnukka, das ist schon Tradition.“ So viel Multikulti war selten bei Hinz&Kunzt. Verkäufer Matthias bedankt sich zum Abschied. „Das war ein schöner Abend“, sagt er. „Ich habe hier viel Herzlichkeit gespürt, und solche Momente sollte man als Reichtum ansehen.“

Text: Beatrice Blank/Hanning Voigts
Fotos: Mauricio Bustamante

Wir bedanken uns bei allen Unterstützern:
Abi Wallenstein, Alpla Werke – Alwin Lehner GmbH & Co KG, Awantys GmbH, Beiersdorf Manufacturing Argentona, Beiersdorf Manufacturing Berlin, Beiersdorf GBU – Personal Care, Beiersdorf Manufacturing Hamburg, Beiersdorf Manufacturing Waldheim, C&A, Color Plastic Chemie, Eucerin GBU, H.O. Persiehl, Hamburger Stadtrundfahrt – Die roten Doppeldecker GmbH, Jogi Löw, Louvrette GmbH Design & Packaging, Lufthansa Technik Logistik GmbH, Pago Etikettiersysteme GmbH, Rathert Creativ GmbH, RLC packaging Group, RPC Bramlage, RPC Kutenholz, Shell Kantinenchef Marcus Meckermann, Shell NeXus Graduate Network Germany, Shell Project Better World Germany, STABILO International GmbH, Stefan Wicklein Kunststoffveredelung GmbH, Stressless®, tesa SE, Tom Tailor GmbH, Treffpack, Unilever Deutschland Holding GmbH, Young Generation Marketing Services

 

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