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Malteser-Besuchsdienst

Ehrenamtliche Helfer gesucht

10. September 2012 | Von | Kategorie: Nachrichten

Hilfe braucht Helfer: Die Mitarbeiter des Malteser Besuchs- und Begleitungsdienstes holen ältere Menschen aus ihrer Einsamkeit heraus – in ihrer Freizeit. Damit das auch in Zukunft passieren kann, suchen die Malteser weitere ehrenamtliche Unterstützer. 

Kathrin Lehmann, Eduard Schütz und Cathrin Kröning (v.l.n.r.) beim gemeinsamen Kafffetrinken. Foto: A. Boruseviciute

Eduard Schütz (78) freut sich immer sehr, wenn ihn Kathrin Lehmann und Cathrin Kröning (beide 29) besuchen: „Echte Lichtblicke“ sind das für den Rentner. Seitdem er einen Schlaganfall hatte, kann er seine Wohnung nicht mehr alleine verlassen. Mit Kathrin und Cathrin geht er spazieren, sie unterhalten sich und besorgen dem Krimi-Fan regelmäßig Nachschub aus der Bücherhalle. Hörbücher hat Herr Schütz am liebsten.

Die beiden jungen Frauen engagieren sich ehrenamtlich beim Malteser Besuchs- und Begleitungsdienst. Einmal in der Woche leisten sie Eduard Schütz Gesellschaft. „Keiner aus unserem Büro hat Großeltern, deswegen wollten wir gerne ältere, einsame Menschen besuchen“, sagen die Frauen: „Wir gehen zusammen Kaffee trinken, wir spielen Karten, wir hören Herrn Schütz zu oder schweigen gemeinsam.“

Viele ältere Menschen in Hamburg leider unter Einsamkeit mehr als unter körperlichen Beschwerden. „Wenn der Partner stirbt und die Verwandten weit weg wohnen, tut Gesellschaft Not“, sagt Sabine Wigbers von den Maltesern. Es brauche gar nicht viel Zeit, um einem Menschen zu vermitteln: Du bist nicht allein. „Einmal die Woche für ein oder zwei Stunden vorbeischauen, klönen, Karten spielen, spazieren gehen: Das reicht schon.“

Dafür suchen die Malteser nun weitere Ehrenamtliche. Das Alter spielt dabei keine Rolle, so Sabine Wigbers. „Man muss nur ein wenig Zeit haben und sich gern mit Menschen unterhalten.“ Ideal wäre es, wenn man sich ein Mal pro Woche für zwei Stunden Zeit nehmen kann. „Aber wir versuchen immer, individuelle Lösungen mit unseren Ehrenamtlichen zu finden.“ Eine gewisse Regelmäßigkeit sei aber erwünscht.

Wichtig ist Sabine Wigbers, dass es sich bei den Besuchs- und Begleitdienstes nicht um einen Pflegedienst handelt: „Wir leisten den Menschen Gesellschaft.“ Wer erfahren will, wie er mithelfen kann: Regelmäßig finden Informationveranstaltungen statt. Unabhängig davon können sich Interessierte über www.maltester-hamburg.de informieren.

Text: SIM/Malteser Hamburg
Foto: A. Boruseviciute

Mehr Informationen unter www.malteser-hamburg.de

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