E.ON Hanse: Starke Stütze

Eigentlich wollten wir nur eine Anzeige akquirieren. „Für mehr menschliche Wärme“ – der Slogan des Hamburger Unternehmens Hein Gas, heute E.ON Hanse, passte so gut zu uns. Seither ist der Stromlieferant Hauptsponsor von Hinz&Kunzt. Wir sprachen mit dem Vorstandsvorsitzenden von E.ON Hanse über zehn Jahre solide Partnerschaft.

(aus Hinz&Kunzt 204/Februar 2010)

Hans-Jakob Tiessens Herz schlägt für Bob Dylan. Dessen jüngst erschienene Biografie fasziniert den Vorstandsvorsitzenden von E.ON Hanse. Entsprechend gut gelaunt blättert er in der Dezember-Ausgabe von Hinz&Kunzt mit dem Bob-Dylan-Interview: „Eine Legende“, sagt er. „Schön, dass ihr den im Heft habt.“ Und nickt anerkennend.
Tiessen ist begeisterungsfähig. Aber er macht auch keinen Hehl daraus, dass sein Unternehmen in der Öffentlichkeit gerade keinen leichten Stand hat: „Nur wird leider schnell vergessen, wofür das Unternehmen sonst steht; wo es sich sozial engagiert und zwar langfristig, statt nur ab und an einen Scheck auszufüllen.“ So engagiert sich E.ON Hanse bei dem Projekt NeuStart, das benachteiligten Jugendlichen zu einer Ausbildung verhilft; zugleich ist es bei EidA (Einstieg in die Arbeitswelt) mit dabei, das Schulabgängern Praktikumsplätze vermittelt, damit sie fit für eine Lehrstelle werden. Und außerdem ist E.ON Hanse Haupt­sponsor von Hinz&Kunzt: „Uns verbindet eine einander zugewandte Partnerschaft, getragen von Respekt und ge­­stärkt von vielen Begegnungen untereinander.“ Er sieht das Engagement seines Hauses grundsätzlich so: „Die Qualität eines Gesellschaftssystems zeigt sich darin, wie es mit seinen schwächsten Mitgliedern umgeht.“

„Die Qualität eines Gesellschaftssystems zeigt sich darin, wie es mit seinen SCHWÄCHSTEN MITGLIEDERN  umgeht“, sagt der Vorstandsvorsitzende von E.ON Hanse, Hans-Jakob Tiessen.
„Die Qualität eines Gesellschaftssystems zeigt sich darin, wie es mit seinen SCHWÄCHSTEN MITGLIEDERN umgeht“, sagt der Vorstandsvorsitzende von E.ON Hanse, Hans-Jakob Tiessen.

Hans-Jakob Tiessen selbst kommt vom Bauernhof, aus Dithmarschen. Er macht eine Ausbildung beim Auswärtigen Amt, studiert später Jura. Geprägt hat ihn seine Zeit in der damaligen Ständigen Vertretung der Bundesrepublik in Ost-Berlin, von 1981 bis 1986. Er verschanzt sich dort nicht hinter seinem Schreibtisch: „Neben der administrativen Arbeit habe ich damals immer zwischen fünf und zehn Häftlinge betreut. Das war schon hart, wenn ich sie im Gefängnis besuchte: Links saß einer von der Stasi und hörte zu, und rechts saß einer von der Stasi und hörte zu – und dann sollst du schauen, wie du jemandem helfen kannst.“
Nach der Zeit in der DDR zieht es Tiessen zurück nach Schleswig-Holstein. Er wird Landrat des Kreises Dithmarschen, danach geht er in die Wirtschaft: zunächst in die Geschäftsführung des Stromlieferers Schleswag, dann zu Hein Gas in Hamburg. Beide Häuser und die HanseGas in Mecklenburg-Vorpommern fusioniert er zu E.ON Hanse. Hinz&Kunzt, zuvor von Hein Gas un­ter­stützt, bleibt: „Es gab damals bei Hein Gas einen Slogan: ‚Für mehr menschliche Wärme‘ – und ich finde, das trifft es, worum es uns geht, und darum geht es Hinz&Kunzt ja auch.“
Er rechnet kurz nach, seit wann diese Partnerschaft andauert: „Das müssten jetzt zehn Jahre sein – heutzutage, wo sich so vieles ständig ändert, ist das eine lange Zeit.“ Neu im Angebot sind dazu passend zwei spezielle Tarife: der Sozialtarif für Menschen mit geringem Einkommen. Und der Hinz&Kunzt-Tarif, bei dem jeden Monat ein Gutschein verschickt wird: für ein Straßenmagazin, einzulösen bei einem Verkäufer; etwa bei Dirk Dosin, der seinen Platz bei der Zentrale in Quickborn hat.

Text: Frank Keil

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