Strassenmagazin

Die neue Hinz&Kunzt ist da!

In unserer Februar-Ausgabe: Bundespräsident Joachim Gauck erklärt im Exklusiv-Interview, wieso er auf Vertreibung allergisch reagiert. Plus: Die Notunterkünfte in der Stadt platzen aus allen Nähten. Es werden dringend mehr und kleinere Unterkünfte gebraucht. 

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Exklusiv: Bundespräsident Joachim Gauck im Interview für die deutschen Straßenzeitungen. Foto: Robert Conrad

Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie demnächst Riesenplakate sehen, auf denen Helmut Schmidt rauchend in seinem Büro sitzt oder Judith Rakers in einem Eiskeller, dann haben Sie unsere ersten prominenten Gratulanten zu unserem 20. Geburtstag entdeckt. Denn der Ex-Kanzler und die Moderatorin machen mit bei unserer großen Jubiläumskampagne „Aufstehen statt aufgeben“. Und Sie müssen sich unbedingt schon mal den 6. November vormerken, dann feiern wir nämlich tatsächlich Geburtstag, und zwar in der Fabrik in Altona.

Prominent geht es weiter: Chefredakteur Andreas Düllick vom „strassenfeger“ in Berlin hat im Namen aller Straßenmagazine Bundespräsident Joachim Gauck interviewt. „Wenn ich das Wort Vertreibung höre, reagiere ich allergisch“, sagte dieser. Und meinte damit die Vertreibung von Obdachlosen von öffentlichen Plätzen.

Obwohl die SPD-Regierung das größte Winternotprogramm aller Zeiten aufgelegt hat, platzen die Unterkünfte aus allen Nähten. Die Menschen müssen teilweise auf dem Fußboden oder auf Tischen schlafen, tagsüber pilgern sie von einer Einrichtung in die andere, um der Kälte zu entkommen. Die Nerven liegen blank, es kommt häufig zu Auseinandersetzungen. Das muss sich dringend ändern. Wir brauchen kleinere und mehr Unterkünfte – und die Obdachlosen müssen im Winter tagsüber drinnen bleiben dürfen.

In Pakistans größter Stadt Karatschi starben 289 Menschen bei einem Brand in einer Textilfabrik. Mitverantwortung am Unglück trägt der Klamottenladen KiK, der dort seine Jeans nähen ließ. Vor gut zwei Jahren hatte Reporter Christoph Lütgert im NDR, in der ARD und in Hinz&Kunzt mit der „KiK-Story“ gezeigt, wie brutal und rücksichtslos das Unternehmen aus Bönen bei Dortmund für seine Billigst-Produkte die Menschen ausquetscht – in den Herstellerländern wie Bangladesch und Pakistan, aber auch in den 2400 Filialen in Deutschland. Lesen Sie in der Februarausgabe Teil drei der KiK-Story.

Ihr Hinz&Kunzt-Team

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