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Der Schulkantinen-Report

29. April 2010 | Von | Kategorie: 2008: Hinz&Kunzt-Ausgaben 179 – 190, Archiv, Hinz&Kunzt 187/September 2008

(aus Hinz&Kunzt 187/September 2008)

Hinz&Kunzt hat 42 Kantinen an Hamburger Schulen getestet – auf Qualität und Kosten. Das Ergebnis: Viele Eltern können sich das Essen nicht leisten. Aber es gibt auch gute Beispiele. Kantinen, in denen engagierte Mütter für die Kids kochen und noch besser: Kantinen, die Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose schaffen. Ein Report von Petra Neumann (Text) und Mauricio Bustamante (Fotos)


„Döner ist geiler!“

Zu teuer, zu fade, zu uncool. Die meisten Hamburger Ganztagsschüler essen mittags nicht in den Schulkantinen. Laut einer Umfrage von Hinz&Kunzt liegt dies häufig am hohen Preis für die Mahlzeiten.

Eltern, deren Nachwuchs nicht gerade mit dem sprichwörtlichen Silberlöffel im Mund zur Welt gekommen ist, sollten bei der Wahl der Schule auf jeden Fall einen Blick auf die Preisliste der Kantine werfen. So zahlen Kinder von Hartz-IV-Empfängern unter Umständen an einem Gymnasium in Niendorf 3,50 Euro für ein Mittagessen, in Bramfeld dagegen nur 50 Cent, an der Gesamtschule Benzenberg in Barmbek sogar gar nichts. Das macht einen Unterschied von 61 Euro im Monat mehr oder weniger im Portemonnaie, bei zwei Kindern schon 122 Euro.

Die Konsequenz: Die meisten Ganztagsschüler gehen überhaupt nicht zum Mittagessen in die hauseigenen Kantinen, sondern halten sich im besseren Fall mit Wurststullen von Muttern, im schlechteren Fall mit Chips und Süßigkeiten bis zum Schulschluss um 16 Uhr über Wasser.

Auf die offensichtliche Ungerechtigkeit innerhalb der Stadt reagiert die neue Schulsenatorin Christa Goetsch (GAL) bislang nicht. Behörden-Sprecherin Annegret Witt-Barthel verweist auf die „Selbstverantwortung jeder Schule“: Bedürftige Schüler der Ganztagsschulen hätten Anspruch auf einen Essenszuschuss in Höhe von zwei Euro. Nur: Wie dieser Anspruch an der Kasse der Kantine umgesetzt wird, liegt im Ermessen der Schulen. Dabei zeigt eine Umfrage von Hinz&Kunzt unter 42 von rund 120 Ganztagsschulen: Hamburgs Schüler würden mittags eine warme Mahlzeit in der Kantine einnehmen, wenn sie sich das leisten könnten. Schulkantinen, die für Kinder mit einkommensschwachen Eltern besonders günstige Essen anbieten, weisen eine deutlich bessere Auslastung aus. So essen zum Beispiel an der Grund-, Haupt- und Realschule Neurahlstedt von 600 Schülern nur circa vier Prozent in der Kantine. Die fertig angelieferten Portionen kosten in dem nicht gerade für seine Millionärsdichte bekannten Stadtteil stolze 2,90 Euro, ermäßigt 1,60 Euro.

Dagegen sitzen von den 280 Schülern der Schule Denksteinweg in Jenfeld bis zu 80 Prozent mittags in der Kantine. Dort zahlen Kinder aus Hartz-IV-Familien gar nichts, alle an deren zwei Euro.

Die Schulbehörde baut die Ganztagsschulen aus, doch in Hamburgs Schulkantinen steht Koch Zufall am Herd: Nicht nur krasse Preisunterschiede ergab die H&K-Umfrage, auch die Qualität der Mahlzeiten schwankt gewaltig. In einer Schule kommt nur Bio auf den Teller, ein paar Straßen weiter Tiefkühlkost. So speisen die Grundschüler in der Ludwigstraße auf St. Pauli vom Öko-Caterer Porschke für 2,45 Euro ein Bio- und Vollwert-Menü. Am Goethe-Gymnaium in Lurup dagegen gibt es am Kantinen-Tresen für 2,69 bis 2,99 Euro Tiefkühl-Fertigkost von „Appetito“.

„Viele Eltern melden die Kinder ab, weil es nicht schmeckt oder aber weil sie das Schulessen nicht bezahlen können“, hat auch Margit Schlankardt von der Hamburger AG zur Gesundheitsförderung festgestellt. „Es gibt noch nicht genug Unterstützung für die Schulen. Es müssten verbindliche Standards gelten, sowohl für den Preis als auch die Qualität des Essens.“

Auf den ersten Blick erstaunlich ist, dass selbst dort, wo Mütter ehrenamtlich in der Schulküche am Herd stehen, das Essen nicht unbedingt günstiger wird. Einen der Spitzenpreise in Hamburg von 3,20 Euro pro Mittagessen fand H&K am Gymnasium Farmsen. Dort liefert eine Catering-Firma das Essen an, am Mittwoch kochen Mütter ehrenamtlich. „Günstige Preise bekommt man nur über die Menge der Mahlzeiten“, erklärt Joachim Porschke, der mit seinem Catering-Service seit 15 Jahren Kindergärten und Schulen beliefert. „Wir beliefern insgesamt 300 Institutionen, da können wir mit einem Preis von 2,60 Euro pro Portion gut zurechtkommen.“

Der umtriebige Unternehmer hat noch einen weiteren Grund für die Flucht vor der Schulmensa ausgemacht: „Die Schüler der ersten bis vierten Klasse sind die tollsten Kunden, die essen brav mit den Lehrern. Aber ab der siebten Klasse bricht es weg: Egal ob Instant oder Bio. Es ist dann nicht mehr cool, am Tisch zu sitzen. Döner ist geiler!“ Er entwickle daher ein „Menü to go“. „So ist eben der Zeitgeist, wir haben eine Snack-Kultur.“

Ähnliche Erfahrungen hat die Hamburger Professorin Ulrike Arens-Azevedo gemacht. Sie fand in einer bundesweiten Analyse heraus: „Das Schulessen wird in der Gesamtbevölkerung nicht sonderlich akzeptiert. Man isst zu Hause, wenn es irgend geht.“ Sie fordert: „Wir brauchen eine bessere Ernährungserziehung.“ Die fange schon damit an, dass auch die Lehrer und der Direktor in die Kantine zum Essen gehen und die Mensa auch als Ort für Begegnungen gesehen werde.

Doch noch hat sich die Schulbehörde das Essen in den Kantinen nicht auf die Fahnen geschrieben: „Die sagen, das ist nicht unsere Kernkompetenz. Deshalb gibt es auch keine vernünftigen landesweiten Lösungen“, so Arens-Azevedo. „Das ist ganz anders als in Finnland, wo das Schulessen kostenlos für alle ist, oder in Frankreich, wo das Essen in der Schule ganz selbstverständlich ist. Hamburg wäre wirklich gut beraten, Konzepte für alle Schulen vorzulegen.“ Davon ist die Stadt noch weit entfernt.

Dafür gehen einige Hamburger Schulen jetzt kreative Wege, um den Schülern eine gesunde Ernährung nahezubringen und den Spaß am gemeinsamen Essen zu wecken: An der Gesamtschule Wilhelmsburg kochen Jugendliche im Hauswirtschaftsunterricht für ihre Mitschüler. Sie überlegen, was es geben soll, schneiden, braten alles selbst und verkaufen ihre Menüs für 1,50 Euro. „Das wird toll angenommen“, sagt Schulleiterin Dörte von Wolffradt. „Das Essen erhält eine besondere Wertigkeit. Und sie kochen richtig gut!“ Sogar Catering-Aufträge nehmen die Schüler mittlerweile an: Zuletzt haben sie zum 15. Geburtstag des Kinderzirkus Willibald ein komplettes Menü gekocht.

Viele Schulleiter fühlen sich von der Behörde allein gelassen: „Wir brauchen eine massive Vermittlungspolitik“, fordert Egon Tegge, Schulleiter am Goethe-Gymnasium in Lurup. „Die Ganztagsschulen wurden von der Politik so hoppla, hopp beschlossen und sind nicht wirklich akzeptiert, weder bei Lehrern noch bei Eltern. Viele Eltern lehnen es ab, dass ihre Kinder bis in den späten Nachmittag in der Schule verbleiben und dort Mittag essen. Sie geben lieber belegte Brote mit und machen das Kantinenessen von vornherein schlecht.“ Da sei viel Porzellan zerschlagen worden. „Nun müssen alle gemeinsam die Scherben aufkehren.“

Ein umfassendes, verbindliches Konzept zum Thema Essen in der Schule legt die neue Schulsenatorin jedoch in absehbarer Zeit nicht vor. Zwar sei „die Verbesserung der Qualität der Schulverpflegung der Schulsenatorin ein ernstes Anliegen“, so Sprecherin Annegret Witt-Barthel. Doch de facto beschränkt man sich auf bloße „Orientierungshilfen“ für die Schulen und habe ihnen „nahegelegt, sich an den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu orientieren“.

Ebenso wenig steht bislang fest, wie viel Geld die Behörde für die Kantinen in den kommenden Jahren bereitstellen wird. Die Verantwortung für die krassen Preis- und Qualitätsunterschiede innerhalb der Stadt lehnt die Behörde ab. Die Verantwortung liege bei den Schulen, so Witt-Barthel und verweist auf das Leitbild „selbstverantwortete Schule“.

„Inzwischen gibt es schon eine Reihe von Schulen, die an der Optimierung ihrer Verpflegungsangebote arbeiten. Die Senatorin setzt darauf, dass diese guten Beispiele Schule machen.“

Hier kocht Muttern

In Bramfeld organisieren Mütter unter chaotischen Bedingungen ehrenamtlich die Schulkantine. Nun droht auch noch Ärger mit dem Amt für Verbraucherschutz.

Über eines können sich die Schüler des Johannes-Brahms-Gymnasiums in Bramfeld nicht beklagen: Nachschlag gibt es immer in der Kantine von Anette Risse-Guhr. „Hier muss keiner hungrig zurück in den Unterricht!“, sagt die resolute Mutter dreier Kinder, die seit fast zwei Jahren die Kantine leitet. Zwischen 80 und 120 Essen zaubert sie täglich mit etwa 20 anderen Müttern auf die Tische in der Pausenhalle. „Wir machen hier wirklich so was wie zaubern, es ist ein einziges Proviso-rium“, sagt die studierte Psychologin. „Denn die Küche ist eigentlich nur eine Cafeteria und für maximal 70 Essen ausgerichtet. Arbeitsflächen haben wir eigentlich keine und der Kühlschrank steht im Flur vorm Lehrerzimmer. Haben Sie mal versucht, 80 Hamburger zu fabrizieren ohne geeignete Arbeitsfläche?“ Manchmal bringe sie sogar ihre privaten Party-Töpfe mit, weil es nicht ausreichend große Töpfe gebe.

„Am schlimmsten aber finde ich, dass wir keine richtige Mensa haben. Die Kinder sitzen in der Pausenhalle mit ihrem Essen und alles rennt da durch. Die Essensausgabe findet praktisch auf dem Flur statt.“ Wenn am Abend Schulveranstaltungen laufen, Theaterstücke oder Orchesterproben, müssen die Tische abgebaut werden, dann fällt das Essen aus. Doch das kennen die Kids schon: „Wenn ich oder meine Stellvertreterin krank sind oder im Urlaub, dann gibt es auch kein Essen“, erklärt Anette Risse-Guhr. „Ohne Humor könnten wir das hier gar nicht schaffen.“ Zum Glück sei die Stimmung im Mütterteam großartig, es gibt sogar eine Großmutter, die voller Elan mithilft. „Wir versuchen, alles so familiär wie möglich zu machen.“

Doch kürzlich verging den Frauen der Spaß: Das Amt für Verbraucherschutz inspizierte die Schulküche und hatte eine „ganze Latte“ zu bemängeln: Die exakten Inhaltsstoffe des Essens müssten ausgehängt werden, die Kochmütter bräuchten ein eigenes Klo, einen Extraraum für Jacken und Taschen und einen Kursus zur Fortbildung. 20.000 Euro Strafe droht den Ehrenamtlichen, wenn sie nicht Abhilfe schaffen.

„Das haben wir zwar fast alles abgearbeitet, aber ganz ehrlich: Wenn wir hier ehrenamtlich für die Schule etwas machen, müssen wir doch keine Strafandrohung im Nacken haben, oder?“

Geld von der Schulbehörde bekommt das Gymnasium nach Auskunft von Direktor Albrecht Gsell nicht für die notwendigen Umbauten. „Wir werden nicht als Ganztagsschule anerkannt, obwohl wir bis 16 Uhr Unterricht haben. Also bekommen wir auch keine richtige Kantine. Es werden bis 2009 keine neuen Gelder bewilligt, wurde mir von der Schulbehörde beschieden.“ Dabei seien an seiner Schule 40 Prozent der Kinder darauf angewiesen, dass sie hier essen können. „Es gibt viele alleinerziehende Mütter und viele Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Aber das interessiert wohl niemanden.“

Er halte die Arbeit in der Kantine für eine „Zumutung“. „Es ist den Frauen nicht hoch genug anzurechnen, dass sie unter diesen schlechten Bedingungen hier arbeiten.“

Entmutigen lässt sich Anette Risse-Guhr aber nicht von all den Widrigkeiten. „Der enge Kontakt zu den Kindern und Lehrern ist toll.“ Wütend wird sie allerdings, wenn sie von super eingerichteten neuen Schulküchen in anderen Stadtteilen hört: „Ich gönne den Schülern dort alles von Herzen, aber es ist doch ungerecht. Die haben oft große Spender, weil sie wohlhabende Eltern haben oder mehr engagierte Leute unter der Elternschaft“, sagt sie. „Wir können keine 100.000 Euro aus unserem Umfeld erwarten. Beim letzten Schulfest sind gerade mal 220 Euro Spende zusammengekommen. Ich arbeite hier gern 30 Stunden im Monat, aber um die Finanzierung des Ganzen können wir Ehrenamtlichen uns nicht auch noch kümmern.“

„Wir wollen mehr als nur Essen austeilen!“

Die Schulmensa „Slomans“ auf der Veddel ist Vorzeige-Kantine und Arbeitsprojekt zugleich

Insekten haben ja in einer Küche nun gar nichts zu suchen, aber hier seider Vergleich erlaubt: Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt nämlich die Schulmensa am Slomanstieg auf der Veddel. Die 400 Grund- und Hauptschüler können im „Slomans“ mittags lecker speisen und zugleich dient die Küche als Job-Fabrik für Langzeitarbeitslose.

Neben Chefkoch Jörg Diehl arbeiten hier fest angestellt die Hauswirtschaftsmeisterin Irene Meißner, ein Koch-Azubi, der früher selbst hier zur Schule ging, sowie Helga Brüggmann, die an der Kasse das Regiment führt. Bis zu sechs Schülerpraktikanten, die jeweils eine Woche lang mitarbeiten, ergänzen das Team. Frisches Fleisch und Gemüse kommt von einem türkischer Lieferanten von der Veddel. „Tiefkühlrouladen kommen nicht in meine Küche“, verspricht Chefkoch Diehl.

Besonders stolz ist die Leiterin des Küchenprojekts Irene Meißner auf „ihre“ Ein-Euro-Jobber: 31 Männer und Frauen schnippeln und schneiden, rühren und kochen in der Küche, fahren die Lieferwagen, waschen das schmutzige Geschirr ab, reinigen die Mensa. „2007 haben wir sieben Ein-Euro-Jobber in feste Jobs vermittelt“, so Irene Meißner. „2008 wird noch erfolgreicher: Wir haben schon im ersten Halbjahr sieben unserer Küchenhilfen in Festanstellungen gebracht.“

„Dieses Küchenprojekt müsste Schule machen.“ Birgit Veyhle, Betriebsleiterin bei der gemeinnützigen Passage GmbH, dem Beschäftigungsträger, ist begeistert. „Wir haben ausgerechnet, dass ein fester Arbeitsplatz in der Küche nur 108 Euro mehr an Subventionen kosten würde als ein sogenannter Ein-Euro-Job.“ Der Ein-Euro-Jobber koste inklusive Versicherungen, ALG-II-Regelsatz, Unterkunfts- und Verwaltungskosten 1476 Euro. „Warum Arbeitslosigkeit finanzieren, wenn man für 1584 Euro einer tariflich bezahlten Hilfskraft einen festen Job in einer Schulküche schaffen könnte?“

Doch diese Frage steht wohl momentan noch nicht auf dem „Speise“-Plan der Schulbehörde: „Es ist oft schwierig, Erfahrungen einzelner Schulen auf andere zu übertragen“, so Sprecherin Annegret Witt-Barthel. „Es liegt in der Verantwortung jeder Schule, ob sie selbst eine Kantine betreibt oder aber durch den Schulverein, eine Catering-Firma oder einen Pächter betreiben lässt.“ Das Kantinenkonzept der Schule Slomanstieg dürfe zudem „wegen der Rahmenbedingungen“ der gemeinnützigen Beschäftigungsträger nur in sozial benachteiligten Quartieren umgesetzt werden.

Doch auch das „Slomans“ hätte es beinah gar nicht gegeben. Nur dem Engagement der Schuldirektorin Hiltrud Kneuer und vieler

Ehrenamtlicher ist zu verdanken, dass 2004 die Profiküche mit 100 Essplätzen ihre Pforten öffnen konnte. „Was die Behörde uns damals vorgeschlagen hatte, war uns zu wenig. Wir wollten mehr als nur Essen austeilen“, sagt Hiltrud Kneuer. „Schüler und Bewohner der Veddel sollten etwas von der Kantine haben.“ Sie griff auf die Idee des Schularchitekten Fritz Schumacher zurück, der den Klinkerbau am Slomanstieg 1932 auch als Begegnungsstätte plante, mit Kinosaal, großer Aula und sogar Zahnklinik.

Es hat sich rumgesprochen, dass es bei „Slomans“ schmeckt: Nicht nur etwa 130 Schulkinder essen hier täglich. Zwischen Schulranzen und Taschen sitzen auch Zollbeamte aus dem nahen Freihafen, Büroangestellte und ältere Leute, die nicht mehr für sich allein kochen wollen. Obendrein liefert „Slomans“ seine Menüs an sechs weitere Schulen, Kindergärten und Suppenküchen im Viertel. Zwischen 300 und 500 Portionen werden täglich gekocht.

So haben Kinder und Erwachsene zum Beispiel die Wahl zwischen Schmorhuhn mit Rosmarinkartoffeln oder Zucchini-Gratin, dazu Salat, Fladenbrot und Obst sowie leicht gesüßter Früchtetee oder Wasser. 2,40 Euro kostet das komplette Menü, Hartz-IV-Empfänger zahlen 1,10 Euro, Lehrer und andere Erwachsene 3,10 Euro.

„Das Küchenprojekt klappte nur, weil hier auf der Veddel ganz viele engagierte Leute an einem Strang ziehen.“ Direktorin Kneuer warb Startkapital ein bei EU, Schulverein und privaten Spendern und arbeitete ein Konzept aus mit dem Beschäftigungsträger Passage. Der Plan ging auf, freut sie sich heute: „Die Kinder haben ein gesundes leckeres Essen, und wir bringen viele Menschen aus dem Viertel in feste Jobs.“

Petra Neumann

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