Brücke zu den Sternen

Hamburgs Kinder-Hospiz – ein Ort, um in Würde Abschied zu nehmen (aus Hinz&Kunzt 144/Februar 2005) In Hamburg gibt es einen Ort, an dem Kinder und Jugendliche, die unheilbar krank sind, in Frieden sterben können: das Kinder-Hospiz Sternenbrücke. Dass dort nicht nur Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung herrschen, habe ich bei einem Besuch selbst erlebt. Der Verein wurde […]

„Ich sehe was, was du nicht siehst“

Phantasie braucht kein Licht: Wie der blinde Student Jan Twesten (28) Hamburg erlebt (aus Hinz&Kunzt 144/Februar 2005) Hamburg. Das ist die geilste Stadt überhaupt. Hier bin ich aufgewachsen, hier will ich bleiben. Doch gesehen habe ich meine Stadt noch nie. Dafür höre ich sie täglich, fühle, rieche und schmecke sie – und das wohl intensiver […]

Fremdgänger

Ausländische Jugendliche über ihr Leben mit den Deutschen (aus Hinz&Kunzt 144/Februar 2005) Barbaras Blick ist schüchtern und stark zugleich, eine Spur fragend aus dunklen Augen. José grinst breit und guckt sein Gegenüber direkt an, eindringlich und intensiv. Die beiden würden auf die Oberstufe eines Gymnasiums passen oder in einen Uni-Kurs. Sie tragen Strickpullis gegen die […]

Manege frei für Integration

Stadtteilarbeit mit Springseil und Diabolo: der Zirkus Willibald in Wilhelmsburg (aus Hinz&Kunzt 144/Februar 2005) Nur knapp verfehlt der kreiselnde Teller das kunstvoll geschwungene Seidentuch und findet seine Balance wieder, während die Luft vibriert vor Hula-Hoop-Reifen. Im Zauberschrank scheint eine Elfjährige mehrmals durchtrennt worden zu sein, kommt dann aber wohlbehalten wieder hervor. Ein ziemlich buntes Bild, […]

Zurück in die Zelle

Vorzeigegefängnis Moritz-Liepmann-Haus soll geschlossen werden: Bewohner kämpfen für seinen Erhalt (aus Hinz&Kunzt 144/Februar 2005) Seit 33 Jahren bereitet das Moritz-Liepmann-Haus (MLH) Gefangene auf ein Leben in Freiheit vor. Nun kommt das Aus: Justizsenator Roger Kusch will die Einrichtung in der Alsenstraße in Altona-Nord zum 15. Februar schließen. Die Insassen sollen in die JVA Glasmoor und […]

Hamburg braucht Underground!

Warum ein kleiner Club an der Elbe erhalten bleiben muss (aus Hinz&Kunzt 144/Februar 2005) Wir haben uns verlaufen. Eine dunkle, menschenleere Straße unten am Hafen. Edle Restaurants für den Tagesbetrieb. Ein exklusives Möbelgeschäft, das für heute schon geschlossen hat. Unsere Schritte hallen von den Wänden hanseatisch-moderner Bürobauten wider. Der Kiez liegt längst hinter uns, doch […]

Jugendredaktion 2005

Die Jugendredaktion stellt sich vor (aus Hinz&Kunzt 144/Februar 2005) Uff! Was für ein Thema sich da ankündigt! Es ist das vierte Treffen der Jugendredaktion, und auf einmal schlägt jemand vor, „Deutsche und Patriotismus“ zum Schwerpunkt des Heftes zu machen. Doch der Reihe nach. Wie jedes Jahr sollte auch 2005 eine Hinz & Kunzt-Ausgabe er-scheinen, die […]

„Und betreten neues deutsches Land…“

Machen Musiker wie Mia und Paul van Dyk Nationalismus wieder salonfähig? (aus Hinz&Kunzt 144/Februar 2005) Es wird wieder einmal gestritten. Gestritten um das Verhältnis zur Nation. In Gesellschaft und Politik melden sich lautstark die Befürworter eines „entspannteren“ Verhältnisses zur Nation. Dürfen nicht auch die Deutschen wieder selbstbewusst in die Zukunft schauen? Deutschland hat aus seiner […]

„Hauptsache von da weg!“

Ein junger Tschetschene flieht aus seiner Heimat und hofft auf eine Zukunft in Hamburg (aus Hinz&Kunzt 144/Februar 2005) Ausgrenzung und Abschiebung gehören in Deutschland zum Alltag. Insbesondere jugendliche Flüchtlinge haben darunter zu leiden. Konkrete Hilfe und vielleicht die Aussicht auf eine Perspektive bietet in Hamburg der Verein „Woge“.