Kampf gegen Armut

BAG W fordert
„nationale Strategie“

Ran an Wohnungsbau, Gesundheitspolitik und Zuwanderung! Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) fordert in einem Strategiepapier von Bund, Ländern und Kommunen, konkrete Maßnahmen gegen Wohnungsnot und Armut zu ergreifen.

Kennedybrücke
Obdachlose unter der Kennedy-Brücke. Laut Schätzung der BAG W haben 248.000 Menschen in Deutschland keine Wohnung.

Der soziale Wohnungsbau muss angekurbelt werden. Mietpreise müssen stärker gedeckelt werden. Bund und Länder sollen dafür sorgen, dass alle Kommunen ihrer Verpflichtung nachkommen, Obdachlose menschenwürdig unterzubringen. Jobcenter sollen Hilfeempfängern nicht mehr die Mietzahlungen streichen können. Und Sozialunternehmen sollen als Grundlage eines sozialen Arbeitsmarkts gesetzlich verankert und von Bund und Ländern unterstützt werden.

Das sind einige der Forderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W), die diese jetzt vorstellte. Zur Bekämpfung von Wohnungsnot und Armut sei eine „nationale Strategie“ nötig, bei der Bund, Länder und Gemeinden zusammenarbeiten müssten, erklärte das Bündnis. Unterstützt werden könnten sie von Verbänden, die sich in der Wohnungslosenhilfe „große Kompetenz und Erfahrung“ erarbeitet habe.

Laut Schätzungen der BAG W hatten 2012 bundesweit 284.000 Menschen keine Wohnung, für 2016 rechnet das Bündnis mit einem Anstieg auf 380.000 Menschen. Angesichts steigender Zuwandererzahlen fordert die BAG W den Bund auf, Städte und Gemeinden bei der Notversorgung finanziell zu unterstützen. „Nur so kann vor Ort der zunehmende Hilfebedarf abgedeckt werden.“ UJO; Foto: Mauricio Bustamante

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