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Roma in Europa

Arme Roma – böse Zigeuner

25. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Nachrichten

Kriminell, faul und dumm: Aktuelle Nachrichten und die Diskussion über die Armutswanderung schüren oft Vorbehalte gegenüber Roma. Autor Norbert Mappes-Niediek hat populäre Vorurteile dem Faktencheck unterzogen. Seine Ergebnisse und Vorschläge für eine europäische Roma-Politik stellt er am Montag in Hamburg vor.

Journalist und Buchautor Mappes Niediek

Journalist und Buchautor Norbert Mappes-Niediek

Roma entführen Kinder, sind arbeitsscheu und dümmer als andere. Das sind nur drei von etlichen Vorurteilen, denen die Volksgruppe ausgesetzt ist. Was stimmt: Roma leben oft in bitterer Armut und sind vielerorts nicht willkommen. Warum schaffen sie es in ihren Herkunfstländern in Osteuropa und auch im Westen nicht aus ihrem Elend heraus? Sind sie arm, weil sie diskriminiert werden, oder werden sie diskriminiert, weil sie arm sind? Eine Frage, die sich angesichts aktueller Diskussionen über die Armutswanderung – nicht nur – von Roma stellt.

Der Buchautor und Journalist Norbert Mappes-Niediek macht den Faktencheck – in seinem Buch „Arme Roma – böse Zigeuner. Was an den Vorurteilen über die Zuwanderer stimmt“ und bei einer Veranstaltung des Diakonischen Werkes Hamburg. Der langjährige Balkan-Korrespondent kommt dabei zu überraschenden Befunden. Zugleich kritisiert er die europäische Roma-Politik und die von ihr beförderte „Gypsy industry“ fundamental und zeigt alternative Wege auf. BEB

Arme Roma – böse Zigeuner, Mo, 28.10, 18 Uhr, Dorothe-Sölle-Haus, Königstraße 54, Raum 9,Eintritt frei, um Anmeldung wird wegen begrenzter Platzzahl unter anmeldung@hamburg.arbeitundleben.de gebeten

Norbert Mappes-Niediek, geboren 1953, lebt seit 1992 als freier Korrespondent für Österreich und Südosteuropa mit seiner Familie in einem Dorf in der Steiermark. Er war 1994/95 Berater des UNO-Sonderbeauftragten für das ehemalige Jugoslawien, Yasushi Akashi. Mappes-Niediek schreibt u. a. für Frankfurter Rundschau, Standard (Wien) NRC Handelsblad (Rotterdam) und für DIE ZEIT.

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